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Hoffnung

Nur wer Hoffnung hat, kann leiten - wie Leiter in der aktuellen pessimistischen Kultur einen Unterschied machen können

In Deutschland blicken aktuell viele Menschen pessimistisch auf die Zukunft. Warum wir Christen, und gerade wir Leiter da einen Unterschied machen können und wie man mit Hoffnung leitet, möchte ich dir in diesem Blog-Beitrag näher bringen!

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22. Juni
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4 min
Predigtreihe Nicht Von Dieser Welt

In Deutschland bewerten nur noch 22 Prozent laut einer Studie die Entwicklung des Landes positiv. 45% der Deutschen sind dagegen explizit pessimistisch gestimmt. Damit steigt die Hoffnungslosigkeit in unserem Land auf ein historisch hohes Niveau. Rund 80% der Bevölkerung rechnen mit einer wirtschaftlichen Verschlechterung. 77% empfinden die Gesellschaft als zerrüttet. Rund zwei Drittel glauben, dass es mit dem Land bergab geht.

Hoffnungslosigkeit führt zu Resignation, Rückzug und Reaktiviert. Menschen ziehen sich ins Private zurück. Jeder bleibt lieber in seiner Bubble. Auch Christen und Kirchen werden mutloser. Man verliert die Kreativität und Proaktivität, weil man damit beschäftigt ist, sich zu ärgern und zu sorgen. Man kümmert sich größtenteils um sein eigenen Kram. Angst nimmt zu. Angst und Mutlosigkeit sind eigentlich nicht das, was uns Christen auszeichnen sollte oder?

Wir Christen sollten uns von diesem Pessimismus nicht anstecken, weil wir unsere Hoffnung in Jesus haben. Er sitzt im Regiment. Ihm gleitet nichts aus den Finger. Er hat einen Plan. Er will, dass Menschen errettet werden. Unsere Mission, Jünger zu machen, gilt immer noch. Er hat die Welt noch nicht aufgegeben. Er hat uns noch nicht abberufen bzw. es ist noch die Zeit, wo wir auf dieser Welt wirken sollen!

Ich wünsche mir, dass wir einen Unterschied in dieser Welt machen, indem wir Hoffnung ausstrahlen. Gerade in einer düsteren Zeit, können wir als Lichter dieser Welt erstrahlen.

Gerade für uns Leiter ist Hoffnungslosigkeit ein No-go! Wer keine Hoffnung in seine Gemeinde, in seine Jugendgruppen oder sein Team hineinruft, der nimmt seiner Gruppe die Orientierung. Wenn es keine Hoffnung mehr gibt, weiß keiner wohin und wozu! Positiv formuliert:

Statt auf der Seitenlinie zu stehen und die böse Welt zu beklagen, könnten
Christen Menschen sein, die Hoffnung verbreiten und damit in unserer
Gesellschaft etwas zu sagen haben. In Krisenzeiten gilt: Wer Hoffnung bringt,
führt. (nach Johannes Hartl)

Mit Hoffnung leiten

Ich glaube, diese vier Grundprinzipien machen Leiter aus, die mit Hoffnung leiten.

  1. Wer mit Hoffnung leitet, hat eine Vision für seine Gruppe/Gemeinde/Team
    Nur wer Hoffnung hat, dass Jesus wirkt und noch etwas tun will in dieser Welt und mit deiner Gruppe, kann leiten. Weil nur dann Menschen folgen. Wer begeistert, der führt. Wenn ich meinen Teammitgliedern eine Zukunftsvision für unser Projekt/Gemeinde/Gruppe vor Augen malen kann, dann wird Hoffnung geweckt. Hoffnung, dass Gott mit uns einen Unterschied machen will. Nehemia hatte Hoffnung für die Stadt Jerusalem. Er hatte diese Vision im Herzen, die Stadtmauer aufzubauen. Damit hat er die Leute mitgezogen. Er war überzeugt davon, dass eine positive Zukunft erreicht werden kann. So eine positive Zukunftsvision steckt an und lässt ein Team zur Höchstform auflaufen.

  2. Wer mit Hoffnung leitet, sieht Gottes Möglichkeiten und die Chancen dieser Zeit

    Unser Hoffnung ist der auferstandene Jesus Christus. Er hat diese Welt überwunden. Er hat uns vorhergesagt, dass uns schwere Zeiten erwarten werden, aber er hat uns aufgefordert und mutig zu bleiben:

    33 Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. Hier auf der Erde werdet ihr viel Schweres erleben. Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden.« (Johannes 16,33)

    Jesus hat die Welt überwunden. Das heißt, wir brauchen uns nicht lähmen zu lassen von negativen Nachrichten, sondern können erwarten, dass Jesus auch heute eingreift. Er hat dich und mich genau in diese Zeit gestellt. Wir sind aufgerufen, die Chancen und Möglichkeiten dieser Zeit zu erkennen und zu nutzen. Nicht das Negative im Blick zu haben. Als Leiter sehen wir zwar die Nöte und Bedürfnisse unserer Zeit, aber wir beklagen sie nicht, sondern wir entwickeln entsprechende Angebote, Projekt oder Gruppen, um genau diesen Nöten und Bedürfnissen zu begegnen. Wir sehen die Chancen unserer Zeiten, nicht die Grenzen und Probleme. Wir sind aufgerufen, voranzugehen und Gottes Möglichkeiten zu verkünden, statt die gesellschaftlichen Probleme zu fokussieren.

  3. Wer mit Hoffnung leitet, begeistert andere für die Mission Gottes in diesem Moment
    Der nächste Schritt ist mein Team, meine Leute, meine Gruppe für Gottes Mission in genau diesem kulturellen Moment zu begeistern. Nicht ständig die Begrenzungen und Probleme zu kommunizieren, sondern dafür zu sensibilisieren, dass Gott uns genau an diesen Ort, in diese Zeit gestellt hat, um Jünger zu machen. Schwierige Zeiten sollen uns nicht mutlos, sondern aktiv machen. Aktiv für das Evangelium. Aktiv fürs Reich Gottes. Gerade in verwirrenden und komplexen Zeiten, können christliche Gemeinschaft und Projekte besonders anziehend sein, weil wir Hoffnung ausstrahlen und nicht von derselben Hoffnungslosigkeit dieser Welt befallen sind. Deswegen motiviere dein Teammitglieder und deine Gruppe, dass ihr einen Unterschied in dieser Welt machen könnt.

Gerade in diesen Zeiten braucht es mutige, kreative, motivierte Leiter, die nicht auf die negativen Nachrichten schauen und sich Sorgen um ihre wirtschaftliche Zukunft machen, sondern, die Bock haben, Reich Gottes zu bauen. Bist du so ein Leiter für deine Gruppe?

Ich habe über dieses Thema “Hoffnungsvoll, statt Angst und Negativität” gestern gepredigt. Hier kannst du die Predigt anschauen und teilen, wenn dir das Thema ebenfalls auf dem Herzen liegt!