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Mentoring

Wie finde ich einen Mentor?

Dieser Artikel gibt dir praktische Tipps, wie du einen Mentor/ eine Mentorin finden kannst.

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22. Oktober
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3 min
Philipp M 7k Fh E Lb Lh08 Unsplash

Wie finde ich einen Mentor?

Alle reden von Mentoring - aber wie kann das funktionieren einen Mentor oder eine Mentorin zu haben? Und wer kann das für dich sein? Mit diesem Artikel möchte ich dir helfen, den oder die richtige zu finden!

  1. Bete für die richtige Person

    Ein Mentor ist ein geistliches Vorbild und ein Mensch, mit dem du dich gut unterhalten kannst, der dich voranbringt und versteht. Nicht jede Person passt zu dir. Zwischen euch muss es schon ein bisschen matchen. Wenn du dir nicht sicher bist, wer das für dich sein kann, geh ganz bewusst für einen Zeitraum regelmäßig ins Gebet mit diesem Anliegen. Gott hört dich und kann dir den richtigen Impuls geben.

  2. Schau nach einer Person, die weiter im Glauben ist als du

    Eine Zweierschaft, eine gute Freundschaft oder eine Kleingruppen sind super. Aber ein Mentor sollte jemand sein, der weiter ist als du. Meistens ist er/sie älter als du und reifer im Glauben. Vielleicht ist er/sie auch schon in einem anderen Lebensstand angekommen (verheiratet, Kinder). Das ist sogar cool. Du willst ja von ihren/seinen Erfahrungen lernen.

  3. Es kommt nur eine Person mit demselben Geschlecht in Frage

    Regelmäßiges Mentoring baut eine Beziehung. Du und dein Mentor teilen private Anliegen und gehen gemeinsam Schritte im Glauben. Die Beziehung kann sehr eng werden. Deswegen kommt für Boys nur ein Mentor, und für die Ladies nur eine Mentorin in Frage.

  4. Wähle jemanden, der dich fördert und fordert

    Wähle nicht unbedingt jemanden aus, der nur viel weiß und bei dem du immer deine Fragen los wirst. Es geht bei Mentoring nicht primär um theoretisches Wissen. Du willst im Leben und im Glauben weiterkommen. Such dir lieber jemanden aus, der ein Anliegen hat, dich zu fördern und dich auch herausfordert, Aufgaben zu übernehmen und Projekte mitzugestalten. Im optimalen Fall nimmt dein Mentor/deine Mentorin dich auch häufig mit in ihre Projekte und Tätigkeiten hinein und gibt dir immer mehr Verantwortung im Laufe der Zeit. So wächst du in deinen Gaben und traust dir immer mehr zu. Mentoring ist einer der besten Wege, um in Mitarbeit reinzuwachsen und seine Gaben zu entdecken.

  5. Mach dir konkrete Gedanken, was du von einem Mentoring erwartest

    Für manche klingt Mentoring zu aufwendig. Vielleicht hast du jemanden im Blick, der/die sehr beschäftigt ist. Mach dir selbst erst einmal klar, was du dir von dem Mentoring erhoffst und wie man das praktisch gestalten könnte. Man muss sich nicht unbedingt jede Woche treffen (wobei es schon regelmäßige Treffen geben sollte). Vielleicht reicht es dir ja auch, wenn ihr einmal in der Woche einen Video-Call macht. Wenn du dir “mehr” darunter vorstellst, dann schreib einfach mal auf, was du dir wünscht, um klare Erwartungen kommunizieren zu können.

  6. Sprich einfach jemanden an.

    Sei mutig und initiativ und sprich gerne jemanden aus deiner Gemeinde oder Jugendleitung an. Oder jemanden, mit dem du schon häufig zusammengearbeitet hast und sehr schätzt. Die meisten geistlichen Vorbilder haben ein großes Anliegen, die nächste Generation zu fördern und wenn sie dich mögen, sind sie meistens auch bereit, dem Mentoring zuzusagen. Also trau dich ;)

Am Ende ist vielleicht noch eines sehr wichtig zu sagen: Mentoring darf enden. Ich hatte in meiner Vergangenheit verschiedene Mentoren und Vorbilder in meinem Leben, die mich für eine Zeit lang intensiv begleitet haben. Manchmal lebt man sich von der räumlichen Situation oder Lebensphase einfach auseinander. Die meisten Mentoren begleiten ihre Mentees nur ein Stück weit ihres Weges (s. Barnabas und Paulus, Mose und Josua, Jesus seine Jünger…), anschließend ist vielleicht jemand anderes für dich dran. Deswegen ist es auch eine gute Möglichkeit, das Mentoring von vornherein zeitlich zu befristen, um diese peinliche Situation zu vermeiden, wenn beide merken, dass das Mentoring gerade irgendwie nichts mehr bringt und nicht mehr dran ist, aber keiner sich traut, es laut auszusprechen und es dann einfach versandet.

Ich wünsche dir wirklich sehr, diesen Mut, jemanden aus deiner Gemeinde oder deinem Umfeld anzusprechen, der dir auch ins Leben sprechen darf - und dass derjenige oder diejenige dann hoffentlich zusagt, dich ein Stück deines Glaubensweges zu begleiten.