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Leiterschaft

Was junge Leiter zum Wachsen brauchen

Lukas stellt in diesem Artikel 3 Bausteine der Leiterentwicklung vor.

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14. März 2022
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2 min
Teamarbeit

Wir brauchen Leitungspersonen. Wir brauchen Menschen, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Wir brauchen Männer und Frauen, die Teams leiten, Projekte entwickeln und unsere Gemeinde oder Jugendarbeit weiterbringen.

Woher nehmen und nicht stehlen?

In den letzten Jahren wurde ich immer wieder mit zwei unterschiedlichen negativen Mindsets über Leiterentwicklung konfrontiert.


Mindset 1: Wir müssen nur lange genug warten, dann wird die perfekte Leitungsperson schon irgendwann, irgendwie, irgendwo auftauchen. Einen Plan dafür brauchen wir nicht.

Mindset 2: Wenn jemand leiten möchte, dann muss er oder sie schon ein kompletter Leiter sein. Charakterlich und skillmäßig schon erste Sahne.

Das funktioniert nicht. Beides nicht.


Warum? Weil keine Leiter vom Himmel fallen und niemand in einem wundersamen selbst-evolutionär-metamorphösen Prozess der perfekte Leiter wird.

Und: Jesus hat es doch auch nicht so gemacht, oder?

Deshalb müssen wir uns konkret Gedanken machen, wie wir in unseren Jugendarbeiten und Gemeinden Leiter entwickeln können. Was sind die grundlegen Zutaten, die eine Person mit Leitungspotential braucht, um sich zu entwickeln.

Das möchte ich dir hier kurz darstellen. Dazu habe ich ein Konzept aus dem Buch Designed to Lead (Eric Geiger, Kevin Peck) mit meinen eigenen Gedanken angereichert. Leiterentwicklung besteht aus drei Bausteinen: Wissen, Erfahrung, Coaching.

1. Wissen

Ein Leiter muss über grundlegende Leadership-Kenntnisse verfügen. Also müssen wir in sie investieren. Welche theologischen Grundlagen, welche Leadership-Konzepte und welches Leitungsfachwissen braucht ein junger Leiter? Was muss eine Leitungsperson mit Potential über das eigene Herz lernen (z.B. Charakterwachstum, Veränderung durch das Evangelium)? Und welches konkretes Leadership-Handwerkszeug muss vermittelt werden?

2. Erfahrung

Aber alles Wissen hilft nichts, wenn es nicht angewendet wird. Deshalb müssen wir potenziellen Leitern eine Spielwiese anbieten: einen Bereich oder ein Projekt, in dem sie sich ausprobieren können und Leitungserfahrung sammeln können. Das Wissen wird angewendet. Ist es leicht in deiner Gemeinde einen Platz zum Mitarbeiten zu finden? Laden andere Leiter dazu ein, sich auszuprobieren und zu entwickeln?

Exkurs: Entwicklungstool

Dieses Tool kann dir helfen potenzielle Leitungspersonen in ihre Spielwiese einzuführen und Verantwortung zu übertragen – ohne den Sprung-ins-kalte-Wasser-Effekt.

1. Ich mache es. Du beobachtest. Wir reden.

2. Ich mache es. Du hilfst. Wir reden.

3. Du machst es. Ich helfe. Wir reden.

4. Du machst es. Ich beobachte. Wir reden.

5. Du machst es. Jemand anderes beobachtet.

3. Coaching

Aber Erfahrung hilft nichts, wenn sie nicht evaluiert wird. Nur evaluierte Erfahrung ist echte Erfahrung. Also brauchen Leitungspersonen mit Entwicklungspotential regelmäßige, persönliche Begleitung. Dieses Coaching ist der Ort um persönlich zu werden, geistlich zu wachsen, Jüngerschaft zu leben und Leitungsaufgaben zu reflektieren.

Jesus selbst hat es genauso gemacht. Er hat seine Jünger gelehrt und ihnen die grundlegenden Leiterschaftsprinzipien des Reiches Gottes erklärt. Dann hat er ihnen die Möglichkeit gegeben selbst auszuprobieren und alles Gelernte in die Praxis umzusetzen. Und er hat sie intensiv begleitet und sein Leben mit ihnen geteilt.


Die Leiter, die Jesus auf diese Weise entwickelt hat, haben die Welt für immer verändert.


Wissen alleine wird keine Leiter entwickeln.

Erfahrung alleine wird keine Leiter entwickeln.

Coaching alleine wird keine Leiter entwickeln.


Aber, wenn diese drei Prozesse zusammenkommen, reifen Leiter