Restore the church – Baue mit um!

Nehemia 3,1-32 Einstieg Brainstorming-Mind-Map: An einer Flipchart oder einem Whiteboard wird ein (stummes) Brainstorming zu der Frage „Was sind die wichtigsten …
Restore the church – Baue mit um!

Nehemia 3,1-32

Einstieg

  1. Brainstorming-Mind-Map: An einer Flipchart oder einem Whiteboard wird ein (stummes) Brainstorming zu der Frage „Was sind die wichtigsten Aufgaben in der Gemeinde“ gemacht. Ergebnis der anschließenden Diskussion könnte die Frage sein: Gibt es wirklich unwichtige und wichtige Aufgaben in der Gemeinde?

  2. Moderationskarten: Jeder Teilnehmer schreibt auf Moderationskarten Stichpunkte zu der Frage: Was braucht man, damit eine Gemeinde wächst?

  3. Frontaleinstieg: Leiter fragt in die Runde, was man benötigt, damit Gemeinden wachsen.

Erarbeitung und Anwendung

Vielleicht wünschst du dir auch manchmal eine lebendigere Gemeinde? Eine Gemeinde, die wächst. Eine Gemeinde, für die du dich nicht schämst. Eine Gemeinde, in der du gerne bist. Gemeinde muss tatsächlich immer wieder restauriert werden, sonst fängt sie an zu bröckeln. Stillstand ist Rückschritt, den man leider oft zu spät bemerkt. Jerusalem – die geistliche Heimat der Juden – war bereits zur Ruine geworden. Nehemia fasst sich ein Herz und wird Leiter des Großprojekts „Wiederaufbau“. Wie kann dieses Projekt gelingen? Wie kann Gemeinde wiederaufgebaut werden und was kann ich tun? Das wollen wir anhand der Stadtmauerrestaurierung in Nehemia 3,1-32 herausfinden.

1. Ein Projekt – viele Mitarbeiter

Lest gemeinsam (z.B. reihum) Nehemia 3,1-32. Eventuell bricht man die Lesung ab, wenn die Teilnehmer die Lust daran verlieren, die Aufzählungen der Arbeiten zu lesen. Daran lässt sich perfekt die Frage anschließen:

Was zeigen euch diese Verse über den Bau der Stadtmauer?

Egal, ob Priester oder Handwerker. Jeder in Jerusalem packt an. Das zeigt uns diese lange Aufzählung. Manche schaffen mehr, andere weniger. Die einen arbeiten im Team, die anderen lieber alleine. Der Wiederaufbau der Stadtmauer ist ein riesen Projekt, wie die Gemeinde auch. Aber wenn jeder mit anpackt, kann die Restaurierung von Gemeinde gelingen. Gemeinde lebt vom Mitmachen

2. Am Bau wird jeder gebraucht

Welche Prinzipien können wir auf die Gemeindearbeit übertragen

Bei dieser Frage könnte man verschiedenen Kleingruppen eine Unterfrage beantworten lassen und dann zusammentragen. Folgende Unterfragen sind möglich:

  • Welchen Job braucht man, um in der Gemeinde mitzuarbeiten?

    • Wie bei dem Stadtmauerbau kann jeder in der Gemeinde mitarbeiten. Ob Pastor, Prediger oder Putzfrau. Jeder arbeitete hier mit. Jeder so viel, wie er konnte – ob Haupt- oder Nebenberuflich. Junge und alte Menschen.

  • Wo kann man anfangen mitzuarbeiten?

    • Viele der aufgezählten Jerusalemer Bürger bessern die Stadtmauer direkt gegenüber von ihrem Haus aus (28). Sie begannen erst einmal dort, wo sie die Arbeit sahen. Ich nenne dieses Prinzip: Sichtberufung. Oft ist es gut – wenn man nicht genau weiß, was seine Gaben oder Aufgaben in der Gemeinde sind – dort anzufangen, wo man Missstände sieht und merkt, dass man sie ausbessern könnte. Man beginnt erst einmal dort, wo man Arbeit sieht, die man machen kann.

  • Welche Gründe gibt es, nicht anzupacken? (vgl. 5)

    • In Jerusalem waren einige Leute zu vornehmen, sich den Rücken krumm zu machen für den Dienst. Heute können Faulheit oder Bequemlichkeit davon abhalten in der Freizeit Gemeindeaufgaben zu übernehmen.

Der Jugendleiter sollte an dieser Stelle bedenken, dass Jugendliche die Begeisterung für Gemeinde oft erst bekommen, wenn sie bereits in ihrer Aufgabe „aufgehen“. Bis dahin kann man diese Erfüllung im Dienst als Leiter vorleben. Weitere Gründe für die zurückhaltende Mitarbeit könnten Angst, Unsicherheit und mangelnde Förderung vonseiten der Gemeindeleitung sein. Auch hier ist der Leiter gefragt, Brücken zu bauen und Jugendliche zu ermutigen. Deswegen kann an der letzten Frage gut ein ermutigender Frontalbeitrag folgen:

3. Gemeinde lebt – vom Mitmachen

Nehemia hat die Probleme angepackt. In Jerusalem musste etwas passieren. Die Stadt war eine Ruine. Auch wenn er der Initiator ist, kann er das nicht alleine. Gemeinde funktioniert genauso. Es gibt Menschen, die Gott beruft, neuen Schwung und neue Dynamik in die Gemeinde zu bringen – das sind Leitertypen. Aber alleine kann man nichts bewegen. Gemeinde kann wieder neu aufleben, wenn wir alle anfangen anzupacken. Dort, wo Gott uns zunächst kleine oder auch schon größere Aufgaben zeigt. Die Bibel drückt es einmal so aus:

Wir sind also Gottes Mitarbeiter, ihr aber seid Gottes Ackerland. Oder mit einem anderen Bild: Ihr seid Gottes Bau. 10 Nach dem Auftrag, den Gott mir gegeben hat, habe ich (Paulus) wie ein umsichtiger Bauleiter das Fundament gelegt. Andere bauen nun darauf weiter. Aber jeder soll sehen, wie er weiterbaut! (1. Kor. 3,9-10)

Es gibt unterschiedliche Begabungen, aber alle sind wichtig für die Gemeinde. Es gibt unterschiedliche Kapazitäten (Zeit, Kraft etc.), man braucht sich nicht zu vergleichen, sondern so einbringen, wie man es kann.

Ergebnissicherung

  1. Zur Vertiefung des Themas kann man je nach geistlichem Motivationsgrad einen Gabentest anschließen (siehe auch: http://www.cj-lernen.de/material/lift-your-gift/)

  2. Eine weitere Möglichkeit wäre, als Jugend einen konkreten Aktionsplan zu erstellen, wie man sich als Jugendgruppe mehr in die Gemeinde einbringen kann.

  3. Eine kurze Zeit der Stille könnte sich anschließen, in der die Teenager und Jugendlichen anonym Fragen auf zu diesem Thema auf Moderationskarten o.ä. schreiben können, die dann z.B. nach einer Lobpreiszeit (in der sich der Jugendleiter die Frage kurz anschaut und überlegt, wie er darauf antworten kann) im Plenum beantwortet oder diskutiert werden.