Gewohnheiten, die uns formen
Diese Andacht möchte Dich ermutigen geistliche Gewohnheiten zu etablieren, die dir dabei helfen ständig in Gottes Gegenwart zu sein.
Diese Andacht basiert auf der Predigt von Lukas Herbst im SAT Dillenburg: https://www.youtube.com/watch?v=pES5ipT0Ngg
Ziel
Ziel dieser Andacht ist es aufzuzeigen, wie sehr Gewohnheiten uns formen und wie geistliche Übungen uns helfen können, ständig in Gottes Gegenwart zu sein, von ihm verändert zu werden und Frucht zu bringen.
Einstieg
Überlegt gemeinsam: Welche Dinge tut ihr immer und immer wieder?
Zum Beispiel:
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morgens direkt aufs Handy schauen
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Kaffee trinken
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Sport machen
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Serien schauen
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beten
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Bibel lesen
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mit bestimmten Menschen Zeit verbringen
Frage: Welche dieser Gewohnheiten haben etwas mit dir gemacht?
40 % von dem, was wir tun, ist das Ergebnis von Gewohnheiten. Von Dingen, die wir immer und immer wieder tun.
Dabei formen Gewohnheiten unsere Sehnsüchte, unsere Wünsche und unser Sein.
Dinge, die du wiederholt tust, formen dich.
Was du machst, macht etwas mit dir.
Doch wie können uns unsere Gewohnheiten mehr wie Jesus machen?
Hauptteil
Lest gemeinsam: Johannes 15,1–9
Besonders:
Bleibt in mir, und ich werde in euch bleiben. Eine Rebe kann nicht aus sich selbst heraus Frucht hervorbringen; sie muss am Weinstock bleiben. Genauso wenig könnt ihr Frucht hervorbringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.
- Johannes 15,4
Der Weinstock und die Reben
In Johannes 15,1–9 redet Jesus davon, wie wir mit dem Heiligen Geist leben können. Er spricht von dem Weinstock und den Reben. Diese Bildersprache löst Jesus auf:
Er selbst ist der Weinstock, wir sind die Reben.
Um ständig bei Jesus zu sein, brauchen wir Hilfsmittel. So wie eine Rebe ein Rankgitter braucht, um am Weinstock zu bleiben. Diese Hilfsmittel sind Gewohnheiten: geistliche Übungen.
Diese Übungen sind nie das Ziel, sondern immer nur ein Weg. Wir brauchen geistliche Übungen, die uns helfen, möglichst viel von unserer Gegenwart in Gottes Gegenwart zu sein. Um ihm zu begegnen, von ihm verändert zu werden und Frucht zu bringen.
Was bedeutet „bleiben“?
Wenn du Jesus nachfolgst, darfst du lernen, in der Verbindung mit Jesus zu sein. Dann bringst du Frucht.
Frucht meint: Ein Leben, das in Wesen und Wirksamkeit dem Leben von Jesus ähnelt.
Doch was meint bleiben?
In Johannes 1 verwendet Jesus dieses Wort ebenfalls, dort geht es um:
„Zuhause sein / gemütlich machen / Wohnung nehmen.“
Jesus fordert uns also auf, als seine Nachfolger in ihm zu wohnen. Uns bei ihm aufzuhalten. Dauerhaft bei ihm zu sein. Wie ist das möglich?
Durch den Heiligen Geist.
Über den spricht Jesus in den Kapiteln 14 und 16.
Er lebt mit seiner Gegenwart in uns und durch ihn haben wir Zugang zu Gott selbst.
Dallas Willard sagt, dass wir unser inneres Wesen trainieren können.
Wir können uns Gewohnheiten antrainieren. Es geht um die Gewohnheit, ständig in der Gegenwart Gottes zu sein.Ihn uns ständig vor Augen zu halten.
Geistliche Übungen
Was sind geistliche Übungen?
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Gebet
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Bibel lesen
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Sabbat
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Fasten
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Stille und Alleinsein
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Dienen
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Zeuge sein
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Anbetung
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Gemeinschaft
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gemeinsames Essen
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genießen und feiern
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Einfachheit
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Großzügigkeit
Diese geistliche Übungen sind Werkzeuge, die du verwenden kannst. Mach dir dabei aber keinen Druck. Überlege, welche Tools dir helfen, ständig in Gottes Gegenwart zu sein.
Wie kannst du anfangen?
1) Denke üben, nicht können.
So oft denken wir, dass wir alles sofort können müssen. Denke mehr an Übung und Training, nicht sofort an Erfolg.
2) Denke Heiliger Ort, nicht stilles Kämmerlein.
Wo ist dein Ort, an dem du dich auf Gott konzentrieren kannst? Arbeite mit und nicht gegen deine Persönlichkeit.
3) Denke kurz und lang.
Beides darf dazugehören – wir brauchen beides. Wie in einer guten Freundschaft.
4) Denke konstant, nicht instant.
Wir wollen heute alles sofort haben. Bleibe dran. Übe dich. Wenn du hinfällst, mach weiter!
Ergebnissicherung
Persönliche Reflexion
Nehmt euch zunächst Zeit, persönlich über das Thema nachzudenken:
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Welche Gewohnheiten formen dich aktuell?
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Wo wünschst du dir, mehr in Gottes Präsenz zu leben?
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Wo können dir Gewohnheiten dabei helfen?
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Worauf ist deine „innere Kompassnadel“ ausgerichtet?
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Welche Gewohnheit möchtest du in den nächsten Wochen bewusst versuchen einzuüben?
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Welche von diesen geistlichen Übungen kannst du dir zur Gewohnheit machen?
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Bin ich in den letzten Jahren mehr wie Jesus geworden?
Für die Kleingruppe
Tauscht euch anschließend gemeinsam aus:
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Welche Gewohnheiten habt ihr in eurem Leben? Was tut ihr immer wieder?
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Wie könnt ihr euch gegenseitig dabei helfen, gute Gewohnheiten zu etablieren und geistliche Übungen durchzuführen?
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Wie könnt ihr euch herausfordern, ständig in Gottes Gegenwart zu sein?
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Seid ihr in den letzten Jahren mehr wie Jesus geworden? Welche Veränderungen merkt ihr bei euch?
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Wie könnt ihr als Gemeinschaft euch gegenseitig ermutigen, Jesus zu folgen?
Next Step
1) Neues ausprobieren
Überlege dir, welche geistliche Gewohnheit du kennst und welche du schon einübst.
Welche davon sind dir fremd oder völlig neu? Versuche, dich auf eine neue Erfahrung einzulassen und sei mutig, Gott in neuer Art und Weise zu begegnen.
2) Vertiefung Holy for Holy
Wenn du das Thema der Heiligung und diese Themenreihe vertiefen möchtest, wollen wir folgendes Buch empfehlen:
Leben vom Meister lernen – John Mark Comer
Du findest das Buch hier: https://www.cb-buchshop.de/2201015/leben-vom-meister-lernen.html
Gebet
Mein Vater,
danke, dass ich durch den Heiligen Geist in ständiger Verbindung zu dir stehen darf.
Dass ich in deiner Gegenwart leben darf, ist so ein großes Privileg.
Hilf mir, dich mehr vor Augen zu haben. Hilf mir, mich auf dich zu fokussieren.
Nimm die Dinge weg, die mich von dir ablenken.
Ich möchte schlechte Gewohnheiten gegen gute Gewohnheiten austauschen.
Schenk mir Freude an dir und daran, in deiner Gegenwart zu sein.
Hilf mir, die richtigen Werkzeuge und geistlichen Übungen zu tun, die mir dabei helfen.
Nicht aus Druck oder Leistung, sondern aus Liebe zu dir.
Verändere du mich.
Mach mich mehr zu einem Menschen der Liebe, der gerne schenkt und sich für andere aufopfert.
Amen.