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Wort trifft Wirklichkeit

Woran du festhalten kannst

Diese Bibelarbeit soll einen Überblick über die Einleitungsfragen zum 1.Johannesbrief geben und zeigen, warum Johannes diesen Brief geschrieben hat. Zudem führt sie in die ersten Inhalte des Briefes ein.

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24. Juni
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5 min
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Diese Bibelarbeit basiert auf der Predigt von Tobias Meier zu 1.Johannes 1,1-4 im SAT Dillenburg: https://www.youtube.com/live/BwMI_aTiPBc?si=ZX6c9tBsGGo81GQM

Titel der Bibelarbeit:

Woran du festhalten kannst! Wort trifft Wirklichkeit.

Überblick:

Diese Bibelarbeit soll einen Überblick über die Einleitungsfragen zum 1.Johannesbrief geben und zeigen, warum Johannes diesen Brief geschrieben hat. Zudem führt sie in die ersten Inhalte des Briefes ein.

Ziel:

Die Jugendlichen sollen verstehen, warum Johannes der Autor des Briefes ist und warum er von dieser großen Freude in Jesus sprechen konnte. 

Einstieg:

Was ist eigentlich noch echt? Kann ich dem vertrauen, was ich sehe, oder ist es fake? Ist es die Realität oder doch KI?

  • Zum Einstieg in diese Bibelarbeit kann man sich ein paar echte Bilder raussuchen (evtl. von Personen aus dem Jugendkreis / Prominenten / berühmten Orten, etc.) und auch von einer KI Bilder erstellen lassen
  • Diese Bilder zeigt man den Jugendlichen und lässt sie erraten, ob das jeweilige Bild ein real fotografiertes Bild oder ein von KI erstelltes Bild ist

Erarbeitung und Anwendung:

Schritt 1: Bibeltext lesen (jeder allein/ in der Gruppe laut/ reihum)

Schritt 2: Auslegung

Auch schon zu Zeiten des Neuen Testaments gab es Menschen, die an der Echtheit Jesu gezweifelt haben. Sie behaupteten, dass die ganze Geschichte um Jesus nicht echt sei. Sie schürten Feindschaften in den Gemeinden und sorgten dafür, dass Menschen die Gemeinden verließen. Falsche Lehren traten auf, Menschen kämpften um die Wahrheit. In diese Situation hinein werden die 3 Johannesbriefe geschrieben.

1.Johannes 1,1 NGÜ

Von allem Anfang an war es da; wir haben es gehört und mit eigenen Augen gesehen, wir haben es angeschaut und mit unseren Händen berührt – das Wort des Lebens.

Am Anfang des Briefes findet sich kein Absender und auch kein Adressat - woher wissen wir dann, dass Johannes diese Briefe geschrieben hat? Der erste Vers des Briefes klingt an Johannes 1,1 an, (könnte man hier noch einmal lesen/ bzw. nachschlagen lassen von den Jugendlichen) eine solche Parallele und Wortwahl lassen die Wahl des Autors einschränken: Johannes, Sohn des Zebedäus, einer der Jünger und Apostel, ist der Autor dieser Briefe. Die Adressaten sind vermutlich mehrere Gemeinden, der erste Brief liest sich mehr wie eine Predigt, die an die Gemeinden versendet wurde. Im ersten Vers klärt Johannes die Frage der Legitimation. Warum ist gerade er berechtigt, diesen Brief zu schreiben? 

Hier könnte man die Jugendlichen nach ihren Ideen fragen!

Er ist berechtigt, in die Situation der Wahrheitsfrage zu sprechen, weil er es „gesehen, angeschaut und berührt hat“. Er bestätigt damit, dass er und die anderen Apostel Jesus, das Wort des Lebens (Johannes 1,14 + 17), erlebt, berührt und gesehen haben. Durch das Miterleben Jesu, durch die enge Gemeinschaft, die Johannes mit Jesus hatte, klärt sich die Frage nach der Legitimation. Kein anderer Jünger hatte vermutlich so eine tiefe, nahe und enge Beziehung mit Johannes. Er möchte sagen: Ich war dabei - ich hab es erlebt. Ich kann bestätigen, dass Jesus echt gelebt hat und auferstanden ist (V.2).

1.Johannes 1,3B NGÜ

3B Wir möchten, dass ihr mit uns verbunden seid – mehr noch: dass ihr zusammen mit uns erlebt, was es heißt, mit dem Vater und mit seinem Sohn, Jesus Christus, verbunden zu sein.

Johannes erinnert direkt zu Beginn des Briefes an zwei Dinge. Zuerst erinnert er an die Gemeinschaft der Gläubigen. Eine Gemeinschaft, eine Einheit, die füreinander einsteht und miteinander unterwegs ist. In dieser Gemeinschaft sollen die Christen leben.

Als zweites erinnert er an die Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen. Durch Jesus wurde die Gemeinschaft mit Gott wieder möglich, die Brücken aus dem Sündenfall überwand er. Durch die Gemeinschaft mit Gott steht Jesus an deiner Seite, er versteht dich und kennt deine Situation. Er versteht dich, weil er auch das menschliche Leben gelebt hat und selbst größte Leiden erfahren musste. (Hebr. 4,14-15)

In Jesus hast du Zugang zur echten Freude

Das Christentum ist die einzige Religion oder Philosophie, die dir im jetzigen Leben Sicherheit auf ein ewiges Leben verspricht durch das Leben, Sterben und die Auferstehung Jesu. Er bringt dich in Beziehung zu Gott - dadurch hast du Zugang zur echten Freude! (V.4). Jesus hat viel über diese Freude erzählt (bspw. Johannes 15,11), vermutlich hat diese Freude auch Johannes angesteckt. Durch den Sieg Jesu sind wir schon mit ihm Sieger und haben Anteil an seiner Herrlichkeit. Der Sieg ist errungen - das ist der wahre Grund zur Freude! Auch wenn der Teufel unser Vertrauen in Jesus rauben möchte, wir Leid erleben und traurig sind, dürfen wir uns darüber freuen, dass Jesus den Sieg errungen hat. Du bist Sieger!

Ergebnissicherung: 

Persönliche Reflexion:

  • Wo stehst du gerade in deiner Gemeinschaft mit Gott?
  • Was hast du in den letzten Wochen mit Gott erlebt?
  • Was hast du in deiner Geschichte mit Gott “gesehen, angefasst oder betrachtet”?
  • Glaubst du, dass Jesu Sterben und Auferstehen wahr sind? Welche Gründe gibt es dafür?
  • Was würdest du für einen Brief gegen Ende deines Lebens schreiben?

Kleingruppe

  • Was hast du in den letzten Wochen mit Gott erlebt?
  • Wie lebst du Gemeinschaft mit Gott? Welche Gewohnheiten helfen dir dabei? Was sind Formen, die dir fremd sind? Tauscht euch darüber aus!
  • Wie können wir uns gegenseitig helfen, in der Gemeinschaft miteinander verbunden zu sein?
  • Wie können wir echte Freude über Gott und die Gemeinschaft mit ihm feiern?
  • Welche guten Gründe gibt es, an Gott zu glauben? Welches Material hilft euch mehr darüber zu lernen?

Next Steps

1) Was für einen Brief würdest du gegen Ende deines Lebens schreiben? Oder aktuell? Was würdest du gerne weitergeben wollen?

Schreibe einen Brief, der diese Punkte aufgreift. Überlege, was dir wichtig ist und notiere, was du mit Gott erlebt hast. Solche Aktionen können helfen, uns an Gottes Wirken und seine Güte zu erinnern, gerade dann, wenn es uns nicht so gut geht.

2) Was hast du “gesehen, angefasst und betrachtet”? Was hast du in den letzten Wochen mit Gott erlebt?

Erzähle in der kommenden Woche einer oder mehreren Person davon. Teile, was dich bewegt und wie Gott dir begegnet ist. Überlege, wie du es persönlich erzählen kannst oder wie du deinen Glauben bspw. auf Social-Media bekennen kannst.