Wie wir jetzt mutig den Glauben leben
Titel der Bibelarbeit:
Wie wir jetzt mutig den Glauben leben können
Überblick:
Diese Bibelarbeit führt dich in zentralen Inhalte des Abschnitts 5,13-21 ein.
Ziel:
Ziel der Bibelarbeit ist es zu verstehen, dass wir durch Christus ewiges Leben haben und warum wir uns dessen so bewusst sein können.
Einstieg:
Recap 1.Johannesbrief
Mit diesem Abschnitt sind wir am Ende des ersten Johannesbriefes angelangt. Nimm dir Zeit, auf die letzen Wochen und die Bibelarbeiten zurückzuschauen.
- Was hast du dir mitgeschrieben?
- Was ist dir neu wichtig geworden?
- Welche großen Linien kannst du im Brief erkennen?
- Wie hast du dich verändert?
- Wo bleiben Fragen offen?
Erarbeitung und Anwendung:
Schritt 1: Bibeltext lesen (jeder allein/ in der Gruppe laut/ reihum)
Schritt 2: Auslegung
Der Apostel Johannes hat diesen Brief geschrieben, damit die Christen mit Gott, dem Vater, und mit Jesus, dem Sohn verbunden sind(1,3). Am Ende seines Briefes fasst er das Ziel seines Briefes noch einmal zusammen. Er hat diesen Brief geschrieben, damit die Christen wissen, dass sie das ewige Leben haben. Wer mit Jesus Christus verbunden ist und an ihn glaubt, hat das ewige Leben. Diese Ermutigung und Bestärkung sind für Johannes zentral: es geht um die Verbindung mit Jesus Christus.
V.14-15: Beten im Willen Gottes
Die Verbindung mit Jesus Christus geschieht durch das Gebet. Im Gebet haben wir Zuversicht und Freude, denn wir dürfen wie Kinder mit unserem himmlischen Vater sprechen (3,1; 3,21f). Jesus ermöglicht das Gebet und er lehrt uns auch, nach seinem Willen zu beten (Mt. 6,9ff). Es geht Johannes hier nicht darum, dass wir Gott unseren Willen aufzwingen können. Das wir beten, was wir wollen. Um zu bekommen, was wir wollen. Vielmehr geht es ihm darum, dass wir den Willen des Vaters erkennen und ihn um diese Dinge bitten. Dieses Gebet schenkt uns Freude und Zuversicht, weil wir wissen: Gott hört uns. Nicht, weil sich alle Gebete erfüllt haben, sondern weil wir Zugang und Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn haben.
V.16-17: Sünde zum Tod?
In diesen Versen redet Johannes von der “Sünde zum Tod”, ohne sie genauer zu definieren. Er spricht nur davon, dass man für diejenigen Geschwister, die nicht zum Tode sündigen, beten soll – und für die anderen eben nicht. Möglicherweise ist bei der Sünde zum Tod an die historische Situation des Briefes zu denken. Die Irrlehrer, die offen gegen Jesus sprechen und seine Gottessohnschaft verneinen, könnten gemeint sein. Es geht um das bewusste Festhalten an einer gottlosen Einstellung und der Weigerung, zu Christus umzukehren.
V.18-20: Eine dreifache Gewissheit
Johannes schließt seinen Brief mit drei Gewissheiten ab:
- Ein wiedergeborener Christ gehört zum Machtbereich Gottes (vgl. 3,4-10)
- Die Welt gehört zum Machtbereich des Teufels, sie ist in der Gewalt des Bösen (vgl. 2,15-17)
- Jesus Christus ist der wahre Gott - mit ihm sind wir verbunden und haben ewiges Leben (vgl. 5,1-12)
Wir sind mit dem wahren Gott: Jesus Christus verbunden!
V.21: Eine letzte Aufforderung
Im letzten Vers seines Briefes erinnert Johannes die Leser nochmals daran, dass sie sich nicht dem Bösen - nicht den falschen Göttern hingeben sollen. Auch hier wird wieder sichtbar: Es geht Johannes immer und immer wieder um das Bleiben in der Gemeinschaft mit Gott!
Das Thema des Götzendienstes durchzieht die ganze Bibel. Schon in der Schöpfungsgeschichte verdreht die Schlange das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Gott und dem Menschen. Sie verspricht: Ihr werdet selbst sein wie Gott! (1.Mose 3,5). Diese Verlockung durchzieht das gesamte Alte Testament. Immer wieder verlässt das Volk Israel ihren Gott, um anderen Götzen zu dienen. Sie bauen sich sogar selbst eigene Götzen. Heute bauen wir uns keine Götzen selbst, aber wir sind immer wieder den Verlockungen des Teufels ausgesetzt. Es geht immer wieder um die Frage, wessen Stimme wir gehorchen. Wem wir unsere Zeit widmen. Der Teufel will dich durch Götzen von Gott wegziehen. Er will, dass du nicht nach Gottes Bestimmung lebst. Johannes fordert dazu auf, auf Gottes Stimme zu hören. Ihm zu vertrauen. Denn bei ihm allein ist das wahre Leben.
Ergebnissicherung
Persönliche Reflexion:
- Hast du die Gewissheit, dass dein Gebet von Gott gehört wird?
- Wo läufst du falschen Götzen oder Göttern nach? Was hält dich von Gott fern?
- Wo musst du Schuld und Sünde bekennen und für dich beten lassen? Du darfst Vergebung empfangen!
- Was hilft dir, in Gemeinschaft mit Gott zu bleiben und an ihm festzuhalten? Wie bleibst du mit ihm verbunden?
Kleingruppe
- Was sind Götzen/ falsche Götter in eurem Leben? Wie könnte sowas heute aussehen?
- Wie könnt ihr euch gegenseitig bestärken und füreinander im Gebet eintreten?
- Was hilft euch, in Gemeinschaft mit Gott zu bleiben?
- Welche Gewissheit gibt euch der Text? Wie könnt ihr euch diesen Gewissheiten immer wieder aussetzen und sie euch bewusst machen?
- Wie begegnen wir Christen, die sündigen/ Göttern nachlaufen?
Next Steps
Über Götzen sprechen: Johannes fordert die Christen auf, füreinander im Gebet einzutreten (V.16). Bleib mit deinen Problemen und Struggles nicht allein. Sprich mit jemanden aus deiner Gemeinde/ Jugend oder engen Freunden. Teilt miteinander, welchen falschen Göttern ihr nachlauft. Sprecht Gottes Wahrheiten übereinander aus. Ermutigt euch gegenseitig. Wenn wir Sünde bekennen, dann zeigt sich Gott als treu und gerecht (1.Joh. 1,9).