Wie Geschichten uns prägen
Bist du bereit, die Geschichte, die du über dich und über Gott und über das Leben glaubst, zu hinterfragen?
Diese Andacht basiert auf der Predigt von Josia Hermann im SAT Dillenburg: https://www.youtube.com/watch?v=PEHlkIjgd5Y
Ziel
Ziel dieser Andacht ist es aufzuzeigen, wie sehr wir Geschichten (Narrativen) glauben und wie sehr sie uns prägen und damit unser Fühlen, Denken und Handeln bestimmen.
Einstieg
Insta-Feed
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Schaue dir 1-2 Reels an
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Frage dich: Welche Geschichte wird mir vermittelt? Was will der Autor mir sagen?
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Welche Geschichten stehen im Hintergrund dieses Reels?
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Wie sehr glaube ich dem, was mir erzählt wird?
Hauptteil
Lest gemeinsam Lukas 24,13-35
Der Prozess der Heiligung nennt sich geistliche Formung.
Diese Formung geschieht mit jedem, egal ob man es will, daran arbeitet oder nicht. Die Frage ist nicht, ob du geformt bist, sondern zu wem oder was du geformt wirst. Und du wurdest schon geformt. Du bist schon geprägt. Dahinter steckt eine komplexe Mischung aus genetischer Vererbung, Familienmustern, Erziehung, Entscheidungen, Gewohnheiten, Beziehungen und dem Umfeld.
Außerdem prägen uns noch Geschichten. Sie sind sowas wie “mentale Landkarten” für unser Leben. Wie wir über Beziehungen, Sex, Arbeit oder Geld denken. Geschichten, wie ein gutes Leben auszusehen hat und wie wir es finden können. Dahinter stehen Narrative, das sind Erzählungen, die von deiner Kultur und Gesellschaft kommen.
Die Geschichte, die du glaubst, prägt das Leben, das du führst
Dass Geschichten uns prägen ist nicht erst seit Kurzem so. Schon zur Zeit Jesu prägten Geschichten das Leben von Menschen. Eine Begebenheit über eine Geschichte, die damals geglaubt wurde, erzählt uns Lukas 24,13-35.
Die zwei Jünger, von denen uns berichtet wird, waren ziemlich verwirrt und ihre Hoffnung war enttäuscht. Jesus, ihr Heilsbringer, ihr Messias, war tot. Warum glaubten sie nicht mehr, dass Jesus der Messias war (V.21)? Weil die Geschichte, die sie glaubten, enttäuscht wurde.
Sie glaubten an diese Geschichte:
“Der Messias wird kommen, die Römer mit dem Schwert besiegen und auf dem Thron Davids herrschen.”
Ihr ganzes Umfeld hatte diese Geschichte ein Leben lang geprägt. Sie sangen Lieder darüber und lasen die passenden Verse in der Bibel. Diese Geschichte prägte ihr Denken, Fühlen und Handeln. Der auferstandene Jesus stößt zu ihnen auf ihrem Weg. Er hinterfragt ihre Geschichte (V.17+19). Und in dem Moment der größten Irritation und Fragezeichen, erneuert Jesus ihre Geschichte (V.29). Die Wahrheit kommt zu ihren geglaubten Geschichten. Sie fangen an zu verstehen: Jesus ist der Messias.
Aber anders als sie dachten. Das verändert: Ihr Denken (V.31), Fühlen (V.32) und Handeln (V.33). Der Apostel Paulus fordert uns dazu auf (Römer 12,2) unser Leben nicht an den Maßstäben dieser Welt zu orientieren. Wir sollen lernen, in einer neuen Weise zu denken. Deshalb ist es wichtig, dass wir anfangen zu hinterfragen, welchen Geschichten wir glauben schenken.
Die Frage ist nicht, ob die Geschichte, die du glaubst, falsch ist, sondern wo sie falsch ist.
Aber was sind die Geschichten unserer Zeit?
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Identität/Selbstbild: Konstruiere deine Identität selbst, “Sei du selbst”/“Leb dich aus”
→ Jesus spricht: Du bist mein geliebtes Kind - du empfängst deine Identität von mir.
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Geld / Besitz: Wenn du Geld hast, hast du Sicherheit und Glück. Andere schauen zu dir hoch. Du hast die höchste Freiheit.
→ Jesus spricht: Gott hat nichts gegen Besitz, solange er mich nicht besitzt. Er wünscht sich gute Verwalter und großzügige Menschen.
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Liebe / Partnerschaft: Beziehung als Kern von Bedeutung und Erfüllung. Topf-Deckel-Prinzip.
→ Jesus spricht: Erfüllung und Bedeutung findest du in Gott. Ehe ist gut und heilig, Single-Sein kann auch eine gute Gabe sein.
Wie können wir mit damit umgehen?
ERKENNEN
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Wo begegnen mir diese Geschichten? Wo glaube ich ihnen?
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Wie prägt mich die Gesellschaft?
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Wer bestimmt mein Denken, Fühlen und Handeln?
ERSETZEN
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Gottes Wahrheiten dagegenstellen
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Sein Wort lieben lernen!
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Bibel lesen, Predigten/Podcasts hören,
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Bücher lesen
EINÜBEN
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Es ist ein Prozess:
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Denke üben, nicht können.
Ergebnissicherung
Persönliche Reflexion:
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Bist du bereit, die Geschichte, die du über dich und über Gott und über das Leben glaubst, zu hinterfragen?
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Welchen Geschichten glaubst du? Welche Geschichten erzählt dir dein Umfeld?
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Wo brauchst du neu Gottes Wahrheit über dein Leben?
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Liebst du Gottes Wort? Was fällt dir schwer? Was hindert dich daran?
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Wie kannst du falsche Geschichten mit Gottes Wahrheit ersetzen?
Kleingruppe
- Welchen Geschichten/ Storys, die in der Predigt genannt wurden, glaube ich? Welche fallen mir dazu noch ein?
- Wo glaube ich Geschichten, die mein Umfeld erzählt?
- Welche Geschichten erzählen wir in unserem Umfeld?
- Bist du bereit, deine Geschichte zu hinterfragen?
- Wie kann man sich von Gottes Geschichte/ seinem Evangelium prägen lassen?
Next Steps
1) Geschichten aufdecken
Nimm dir in der kommenden Woche mal Zeit und versuche nach einem Film/ während dem Reels /TikTok schauen zu analysieren, welche Geschichte dir vermittelt wird. Passt das Vermittelte zu Gottes Wahrheit? Wie prägt es dich?
2) Vertiefung Holy for Holy
Wenn du das Thema der Heiligung und diese Themenreihe vertiefen möchtest, wollen wir folgendes Buch empfehlen: Leben vom Meister lernen - John Mark Comer
Du findest das Buch hier: https://www.cb-buchshop.de/2201015/leben-vom-meister-lernen.html