Wie du über deine Zukunft denkst, beeinflusst dein Handeln heute

Jesus stirbt und steht nach drei Tagen wieder auf. Kann man das heute noch 1:1 so glauben? Ist der biblische Text über die Auferstehung authentisch und plausibel? Und wenn ja: Was bedeutet das konkret für mein Leben heute?
Wie du über deine Zukunft denkst, beeinflusst dein Handeln heute

Bibeltext: Markus 15,37 – 16,16

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Das Hauptziel der Bibelarbeit ist, dass die Jugendlichen verstehen, dass dieser Bibeltext eine hohe Glaubwürdigkeit hat und somit die Inhalte auch eine hohe Relevanz für ihr Leben haben. Zu diesen Inhalten gehört, dass wir durch Jesu Tod und Auferstehen eine intakte Beziehung zu Gott aufbauen können und die Strafe für unsere Sünden, die wir verdient hätten, von Jesus getragen wurde.

Das bietet neue Lebensperspektiven: Wir dürfen darauf hoffen, wie Jesus einmal aufzuerstehen. Und das nicht nur seelisch oder geistlich, sondern mit einem neuen Körper. Und viel besser noch: Wir können dann mit Gott Gemeinschaft haben und Ihn sehen.

Dieses Wissen hat radikale Auswirkungen auf mein Leben als Christ: Zum Einen kann man aufgrund dieser Hoffnung ganz anders mit Leid umgehen, welches wir hier auf der Erde erleben. Zum Anderen muss man nicht mehr das Maximale im Sinne von Reichtum, Gesundheit, Wohlstand, etc. aus seinem Leben herausholen, sondern kann seine Zeit für Jesus einsetzen.

Wie wir über unsere Zukunft denken, verändert wie wir heute handeln!

Einleitung

Im Anwendungsteil wird der Themenschwerpunkt auf die Hoffnung gesetzt, die wir durch Jesu Tod und Auferstehen haben und wie sich diese Hoffnung ganz konkret auf unseren Alltag auswirkt. Dementsprechend bietet sich eine Einleitung an, die das Motto: „Wie wir über unsere Zukunft denken, verändert wie wir heute handeln!“ unterstreicht.

Im Folgenden werden stichpunktartig mehrere Ideen für eine Einleitung nach diesem Motto vorgestellt:

Möglichkeit 1: Starte mit einer offenen Frage in die Runde, die von allen beantwortet werden kann. Mehrere Ideen für die Frage:

  • „Wenn du heute weißt, dass du in einem Jahr ganz sicher 2 Millionen Euro erben wirst, wie gehst du dann heute mit deinem Geld um? Wie wirkt sich dieses Wissen auf dein Unbehagen aus, wenn du vielleicht einen unsicheren Arbeitsplatz oder Ähnliches hast?“

  • „Wenn du wüsstest, dass dein bester Freund in einer Woche stirbt, wie würdest du heute deinen Tag gestalten?“

  • „Wenn du ganz sicher weißt, dass du auf jeden Fall in der bevorstehenden Prüfung eine sehr gute Note bekommst, was würde das heute mit deiner Prüfungsangst / Aufregung machen?“

Die Fragen haben nur einen beispielhaften Charakter und können beliebig umgestaltet werden. Das Prinzip für den Einstieg sollte aber klar sein.

Möglichkeit 2: Start mit einer bewegenden Geschichte über Hoffnung und deren Auswirkung auf das hier und jetzt.

Florence May Chadwick: Diese Schwimmerin startete 1952 den Versuch als erste Frau die Strecke von der Insel Catalina nach Palos Verdes an der kalifornischen Küste zu schwimmen. Die Strecke betrug ca. 34 Kilometer. Beim ersten Versuch gab sie ca. eine halbe Meile (800m) vor dem Ziel auf und wurde aus dem Wasser gezogen. Erst beim zweiten Versuch gelang es ihr die gesamte Strecke zu schwimmen. Der Grund, warum sie beim ersten Versuch aufgab, war, dass ihr Nebel die Sicht auf das Ziel versperrte. Sie soll später gesagt haben, dass sie es schon beim ersten Mal geschafft hätte, hätte sie das Ziel bzw. die Küste sichtbar vor Augen gehabt.

Quelle [Siehe auch die Primärquellen, die im Wikipedia Artikel verlinkt sind und den Vorfall noch detaillierter beschreiben.]

Alternativ zu dieser Geschichte, können Geschichten bzw. Beispiele aus dem echten Leben, mit einer ähnlichen Aussage verwendet werden.

Erarbeitung

Bevor der Hauptteil der Andacht beginnt, sollte der Bibeltext einmal vollständig mit den Jugendlichen durchgelesen werden (Markus 15,37 – 16,16).

Hintergrundinfo

Mit diesem Abschnitt aus dem Markusevangelium befinden wir uns im absoluten Finale dieses Bibelbuchs, welches im Übrigen auch nur 16 Kapitel hat. Dennoch ist das 16. Kapitel kein sanfter Ausstieg aus dem Buch Markus, bei dem der eigentliche Spannungsbogen schon komplett abgeklungen ist. In Kapitel 15 erreicht der Spannungsbogen der Jesus Geschichte mit seinem Tod am Kreuz nämlich den absoluten Höhepunkt. Erst in Kapitel 16 fällt der Spannungsbogen langsam wieder ab, wenn wir von der Auferstehung Jesu erfahren. Und danach endet das Markusevangelium schon mit einer kurzen Beschreibung, wem der auferstandene Jesus erschienen ist, sowie einigen letzten Anweisungen von ihm an seine Jünger und einer kurzen Erwähnung seiner Himmelfahrt. Der Abschnitt, den wir ab Markus 15,37 betrachten, beginnt mit dem Tod Jesu. Vorher wird uns im Markusevangelium die Kreuzigung und wie es dazu kam beschrieben.

Die Argumente

Im Folgenden werden einige Argumente aufgezählt, die dafürsprechen, dass die Geschichte der Kreuzigung sowie der dazugehörige Bericht in der Bibel plausibel und wahrheitsgemäß sind. Die Argumente werden vorwiegend aus dem Text selbst erarbeitet. Natürlich gibt es noch viele weitere Argumente in und außerhalb der Bibel, die für die Glaubwürdigkeit der Bibel sprechen. Diese sollen jedoch nicht betrachtet werden, da diese zu weit vom Text und der Anwendung des Textes wegführen würden. Will man das Thema Glaubwürdigkeit der Bibel intensiver betrachten, empfiehlt es sich dazu eine eigene Bibelarbeit oder Bibelarbeitsreihe zu machen.

Die Argumente, die innerhalb dieses Textes für dessen Glaubwürdigkeit sprechen, werden wahrscheinlich keinen Bibelkritiker oder -zweifler vollends überzeugen. Dennoch können sie zu einem intensiveren Nachdenken und auseinandersetzten mit dem Text führen sowie Jugendliche, die schon bekennende Christen sind, in ihren Überzeugungen bestärken. Je mehr Glaubwürdigkeit ich einem Text beimesse, desto stärker trifft mich am Ende auch die Anwendung des biblischen Textes.

Argument 1:

Viele Kritiker der Bibel bezweifeln, dass Jesus wirklich tot war und somit in diesem Sinne keine echte Auferstehung von den Toten passiert ist. Die Kreuzigung war eine oft sehr langwierige und brutale Todesstrafe. Im Verlauf der Kreuzigung kann es durchaus passieren, dass derjenige, der gekreuzigt wird, das Bewusstsein verliert, obwohl er noch nicht vollständig tot ist. Die Schlussfolgerung, dass Jesus bewusstlos vom Kreuz genommen wurde, in dem Glauben er wäre schon Tod, lässt das Markusevangelium nicht zu. Jesu Tod wird im Markusevangelium doppelt bestätigt. Zuerst stellen die Zuschauer der Kreuzigung fest, dass Jesus gestorben ist, sodass Josef von Arimathia sich aufmacht und bei Pilatus um die Leiche von Jesus bittet, um diese zu bestatten (Vers 43). Pilatus kann nicht glauben, dass Jesus schon gestorben ist und lässt nochmal einen Hauptmann der Soldaten zu sich rufen, der die Kreuzigung mit durchgeführt hat. Dieser bestätigte Pilatus nochmal amtlich, dass Jesus wirklich gestorben ist (Vers 44f.) Es liegt sehr nahe, dass der Hauptmann nicht seine erste Kreuzigung durchführt und bereits Erfahrung darin hat, wann Personen sterben bzw. ob diese schon gestorben sind. 

Argument 2:

In dem Bibelabschnitt aus dem Markusevangelium werden verschiedene Frauen namentlich erwähnt, zum Beispiel Maria Magdalena oder Salome usw. In dem eher kurzen Bibelabschnitt aus dieser Andacht erfolgen diese Namensnennungen wiederholt (15,40; 15,47; 16,1; 16,9). Diese wiederholten konkreten Namensnennungen haben einen Grund: Sie dienen für Markus als eine Art Quellenangabe. Damals gab es noch keine wissenschaftliche Schreibweise wie heute, in der etwa über Fußnoten und ein Literaturverzeichnis Quellen angegeben werden. Mit dem häufigen Nennen dieser Namen will Markus indirekt darauf hinweisen: „Prüfe meine Aussagen doch gerne nach. Diese Frauen haben die Geschichte so miterlebt und leben noch. Statte ihnen doch gerne einen Besuch ab und frag nach!“

Außer den Frauen, werden innerhalb des Markusevangeliums noch verschiedene weitere konkrete Personen genannt, denen der auferstandene Jesus erschienen ist. Zum Beispiel den elf Aposteln (16,7). Auch in anderen Bibelbüchern (z.B.: 1. Korinther 15, 3-8) werden konkrete Personen genannt, die die Auferstehung von Jesus bezeugen können und diese mit eigenen Augen gesehen haben. All diese Personen haben zur damaligen Zeit gelebt und konnten befragt werden. Wäre die Auferstehung eine Lüge, dann müsste man eine riesige Verschwörung ausgeheckt haben. Hunderte bzw. tausende Personen hätten alle exakt dieselbe Lüge erzählen und die Wahrheit gemeinsam mit ins Grab nehmen müssen. Dass dieser Plan so aufgeht, ist sehr unwahrscheinlich und spricht dafür, dass die Geschichte aus dem Markusevangelium hier wahrheitsgemäß erzählt wird.

Argument 3:

In dem Bibelabschnitt reagieren die Jünger Jesu sehr überrascht auf dessen Auferstehung und glauben Maria Magdalena nicht, als diese von der Auferstehung berichtet (16,11). Ebenfalls wird nicht berichtet, dass die Jünger Jesu das Grab besuchen und nach dem auferstandenen Jesus suchen. Die Frauen erfahren als erstes von der Auferstehung, als sie dessen Leiche mit Ölen salben wollen und das Grab besuchen (16, 1-8).

Fazit: Absolut keiner rechnet mit der Auferstehung von Jesus. Das spricht dafür, dass eine Auferstehung für die Jünger damals genauso ungewöhnlich war, wie sie es für uns heute ist.

Innerhalb des Markusevangeliums werden die Jünger von Jesus in den Plan Gottes eingeweiht. Markus berichtet mehrmals davon, dass Jesus seine Jünger in seinen Plan einweiht und ihnen vorab von seinem Tod und der Auferstehung erzählt (Markus 8, 9 und 10), obwohl Markus sonst eher sehr knapp berichtet. In jeder konstruierten bzw. ausgedachten Geschichte wäre zumindest einer der Jünger auf die Idee gekommen: „Hey Jesus hat uns doch so oft von seiner Auferstehung berichtet, lasst uns doch mal nachschauen, ob das nicht eingetreten ist?!“. Die Reaktion der Jünger, wie sie wirklich war, spricht eher dafür, dass einfach nur das Geschehen berichtet wird, anstatt eine konstruierte Geschichte zu erzählen.

Argument 4:

In der damaligen Gesellschaft hatten Frauen eine deutlich schlechtere bzw. weniger gleichberechtigte Stellung als in unserer heutigen westlich geprägten Gesellschaft. Im alten Rom war die Stellung von Frauen schon deutlich besser als in anderen antiken Kulturen und selbst dort waren Frauen nur eingeschränkt geschäftsfähig (siehe Frauen im Alten Rom ). Wenn man einen Bericht über die Auferstehung konstruiert, sind dementsprechend Frauen als Zeugen der Auferstehung keine gute Wahl.

Kelsos bzw. lateinisch Celsus war ein griechischer Philosoph, der in der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts nach Christus gelebt hat. Er schrieb die älteste bekannte Streitschrift gegen die Christen. Ein Kritikpunkt von ihm an der Auferstehung von Jesus war unter anderem, dass die ersten Zeugen der Auferstehung Frauen sind. Er sagt sinngemäß, dass man sich auf die Aussagen bzw. Meinungen von Frauen nicht verlassen kann.
(Quelle: Wikipedia [über den speziellen Kritikpunkt von Kelsos an den Frauen findet man in dem verlinkten Artikel nichts. Die Quelle für diese Aussage ist das Buch Jesus: Seine Geschichte – unsere Geschichte von Timothy Keller. Alternativ kann man aber die Info auch direkt aus den Werken von Kelsos beziehen. Diese sind heute noch erhältlich.])
Dem Autor des Markusevangeliums muss diese Stellung der Frauen in der Gesellschaft bewusst gewesen sein. Dennoch berichtet er entsprechend über die Frauen als Zeugen. Die naheliegende Erklärung dafür ist, dass die Dinge wirklich so passiert sind und die Frauen eben die ersten Zeugen der Auferstehung waren. In jeder konstruierten Geschichte hätte man Männer gewählt, weil diese als Zeugen in der antiken Welt schneller und einfacher akzeptiert worden wären.

Argument 5:

Wenn die Auferstehung von Jesus Christus eine ausgedachte Geschichte wäre, wie würden sich dann ihre Folgen erklären lassen? Die Jünger von Jesus, die selbst nicht an die Auferstehung glauben und bei seiner Gefangennahme ängstlich fliehen (14,50), werden später zu mutigen Verkündern der Geschichte von Jesus und sterben teilweise selbst einen Märtyrertod für ihre Überzeugungen. Die Bewegung, die Jesus ins Rollen gebracht hat, stirbt nicht mit ihrem Führer, sondern explodiert förmlich. Die Botschaft von Jesus verbreitet sich rasant und bis heute gibt es viele Christen, die diese Botschaft glauben. Die Bücher im Alten Testament der Bibel standen den Juden zur Zeit Jesu damals schon zur Verfügung. Im Alten Testament wird das Kommen eines Messias an vielen Stellen verheißen. Deswegen hatten die Juden diesbezüglich eine Erwartungshaltung und es gab verschiedene Personen, die sich als der verheißene Messias ausgegeben haben und eine gewisse Anzahl an Anhängern hatten. Alle diese Bewegungen sind heute im Allgemeinen nicht mehr bekannt und sind mit dem Tod deren Leiter gestorben. Nur die Bewegung, die Jesus gestartet hat existiert und wächst bis heute.

Anwendung

Wie man im Erarbeitungsteil gesehen hat, gibt es auch innerhalb von den Bibeltexten selbst, ohne im großen Stil außerbiblische Quellen hinzuziehen, viele Argumente, die für eine wahrheitsgemäße Berichterstattung in der Bibel sprechen. Aber wenn diese sehr alten Berichte wirklich wahr sind, haben sie einen enormen Einfluss und Anspruch auf unser Leben heute. Aus meiner Sicht ist das auch der Grund dafür, dass der Wahrheitsgehalt der Bibeltexte im Vergleich zu anderen historischen Quellen so oft angezweifelt wird. Denn ob nun Cäsar am Ende wirklich gelebt hat und die Ereignisse in seinem Werk „De bello Gallico“ wirklich exakt so passiert sind, hat am Ende ziemlich wenig Einfluss auf unser persönliches Alltagsleben heute. Die Bibel aber schon.

Was ist, wenn wir auf Basis dieser Erarbeitung einmal annehmen, dass die Ereignisse im Markusevangelium wirklich exakt so passiert sind?

[Aus meiner Sicht empfiehlt es sich den Jugendlichen genau diese Frage zu stellen, damit sie sich mit dem Anwendungsteil auseinandersetzen, auch wenn die vorangehende Argumentation bzw. Erarbeitung insbesondere Jugendliche, die noch keine Christen sind, nicht restlos überzeugen konnte.]

Wenn die Ereignisse in diesem Bericht aus der Bibel wahr sind, bedeutet das für uns Folgendes:

  1. Wir können durch Jesus Christus eine Beziehung zu Gott aufbauen.

  2. Jesus hat am Kreuz erfolgreich eine Strafe bezahlt, die wir bezahlen müssten, aber selbst nicht bezahlen können. Das ist die Strafe für unsere Sünden. Sünden sind all das Schlechte, was wir in unserem Leben getan haben, mit dem wir uns selbst und anderen Menschen geschadet haben. Von einigen Dingen wissen wir selbst im tiefsten Inneren, dass diese nicht richtig waren. Das sagt uns unser Gewissen.

  3. Wir haben die Hoffnung, dass wir einmal direkte Gemeinschaft mit Gott haben können und bei ihm im Himmel sein dürfen.

  4. Wir haben die Hoffnung einmal genauso aufzuerstehen wie Jesus: Nicht nur seelisch, sondern mit unserem Geist, Seele und einem neuen perfekten Körper.

  5. Das Leben nach dem Tod ist eine Realität, mit der wir fest rechnen können.

Zuallererst einmal gilt: Wenn wir Jesus' Angebot noch nicht angenommen haben, Ihn in unser Leben mit einzubeziehen und uns unsere Schuld von Ihm vergeben zu lassen, dann können wir das heute tun. Wir können einfach zu Ihm beten und Ihm unsere Schuld bekennen. Wir können Ihn an unserem Leben teilhaben lassen und Ihn in unseren Alltag mit einbeziehen. Jesus will unser Leben umgestalten und es positiv prägen. Auch DU bist dazu eingeladen dieses Angebot heute anzunehmen. Eine geniale Hoffnung wartet auf dich!

Auch wenn wir dieses Angebot bereits angenommen haben, verändern diese Zusagen unseren Alltag radikal.

Die Zusagen aus diesem Bibeltext helfen uns zum Beispiel viel besser mit Leid im Alltag, Krankheiten oder etwa dem Tod umzugehen. Denn wir wissen: Alles Schlechte ist endlich, aber die Realität, dass wir einmal auferstehen und bei Gott sein dürfen ist unendlich gut. Damit wird all das Schlechte was uns hier auf der Erde widerfährt in ein anderes Licht gerückt.

Im Folgenden gibt es verschiedene Beispiele, die man in dieser Andacht erzählen kann, um das Gesagte zu veranschaulichen uns zu unterstreichen.

Beispielidee 1:

Ein persönliches Zeugnis von einer Situation geben, wo die neue Hoffnung durch Jesus uns im Alltag durchgetragen hat und anders auf bestimmte Situationen reagieren ließ.

Beispielidee 2:

Die Real Life Guys. „Die Real Life Guys” ist der Name eines sehr erfolgreichen YouTube Kanals, der hauptverantwortlich von zwei Geschwistern betrieben wird. Sie haben dort sehr verrückte Experimente durchgeführt und diese gefilmt. Dazu gehörte etwa der Bau einer fliegenden Badewanne, mit der sie sich dann einen „Coffe to go“ geholt haben. Einer der beiden Geschwister, Philipp Mickenbecker, ist sehr jung sehr schlimm an Krebs erkrankt. Weil er aber ein Nachfolger von Jesus war, hat er mit dem Leben nach dem Tod wie einer festen Realität gerechnet. Deswegen konnte er trotz den schlimmsten Zukunftsvorhersagen von Ärzten in den letzten Wochen seines Lebens extrem positiv denken und Freude ausstrahlen. Damit hat er Millionen Menschen inspiriert. Auch Freunde und Familie von ihm, von denen ebenfalls viele persönlich an Jesus glauben, konnten ganz anders mit seinem Tod umgehen. Statt in ewiger Trauer und Verbitterung zu verbleiben, konnten sie sich darüber freuen, wo Philipp jetzt sein darf. Kurze Zeit nach seinem Tod machen sie bereits neue Videos für ihren YouTube Kanal, in denen sie mit einer positiven Einstellung Freude verbreiten. Dieses Beispiel kann auch gerne direkt mit einem Video der beiden untermauert werden.

Zu der bereits erwähnten Geschichte gibt es viele Videos auf den YouTube Kanälen The Real Life Guys und Life Lion. Im Folgenden noch zwei konkrete Videovorschläge, in denen nahezu die gesamte Geschichte von Philipp zusammengefasst wird.
Video 1: Woran wir uns erinnern werden Philipp Mickenbecker

Video 2: Philipp Mickenbecker

Die weiteren Beispielideen bauen auf demselben Prinzip auf und können wahlweise ausgetauscht werden. Deswegen werden diese im Folgenden nur kurz beschrieben. Mit ein klein wenig Recherche findet man aber zu jeder der Beispielideen noch mehr Informationen. Grundsätzlich drängt sich aber das Beispiel von Philipp Mickenbecker sehr auf, weil es sehr aktuell und durch das viele Videomaterial auch sehr anschaulich ist.

Beispielidee 3:

Joni Eareckson Tada hat sich als Jugendliche bei einem Badeunfall einen Halswirbelbruch zugezogen und ist seitdem gelähmt. Ebenfalls ist sie später noch an Krebs erkrankt. Dennoch versprühte sie durch die Hoffnung, die ihr Jesus gab, sehr viel Lebensfreude, lies sich nie hängen und konnte in Vorträgen und Büchern andere Menschen begeistern und motivieren.

Beispielidee 4:

Nick Vujicic wurde ohne Arme und Beine geboren. Er wurde gehänselt, litt unter Depressionen und wollte sich das Leben nehmen. Durch Jesus bekam er eine neue Hoffnung und positive Lebenseinstellung. Heute hilft er anderen Menschen mit denselben Problemen, ist glücklicher Familienvater und hält Vorträge zu verschiedenen Themen. Er ist ebenfalls als Prediger in einer christlichen Gemeinde tätig.

Beispielidee 5:

Bethany Hamilton ist eine US-amerikanische Profisurferin, die durch einen Haiangriff ihren linken Arm verlor. Auch sie hat Halt durch die Hoffnung gefunden, die Jesus ihr gibt. Auch mit den Einschränkungen ließ sie sich nicht entmutigen und surft trotz des fehlenden Armes weiter. Auch sie hat ein Buch geschrieben und schreibt darin auch über ihren Glauben. Sie inspiriert viele andere Menschen.

Beispielidee 6:

Dietrich Bonhoeffer wurde während dem Nationalsozialismus im KZ inhaftiert und später hingerichtet. Grund dafür war sein Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Trotz dieser schlimmen Situation findet er festen Halt in der Hoffnung, die Jesus ihm gibt und schreibt im KZ das Gedicht: „Von guten Mächten treu und still umgeben“. Dieses Gedicht zeigt, wie er auf die Dinge in seinem Leben schaut und durch welche Hoffnung er gehalten ist. Auch er war eine Inspiration für viele Menschen während und nach seiner Lebenszeit.

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Von dieser Art Beispiele gibt es dank Jesus viele, viele weitere Geschichten. Diese können beliebig mit den vorgeschlagenen Beispielen ersetzt werden.

Die Hoffnung, die uns Jesus schenkt, reicht aber noch viel weiter in unserem Alltag.  Mit dieser Hoffnung müssen wir nicht mehr alles „auf Krampf“ aus unserem jetzigen Leben herausholen im Sinn dessen, dass wir unser ganzes Leben bestimmten Zielen hingeben.

  • Wieso sollte ich ohne Rücksicht auf Verluste Millionär werden wollen, wenn ich mit diesem Reichtum im Reich Gottes gar nichts mehr anfangen kann?

  • Wieso sollte ich mein ganzes Leben dem Naturschutz und der Rettung dieser Umwelt verschreiben, wenn ich weiß, dass Jesus ohnehin mal eine neue Erde und einen neuen Himmel schaffen wird? Versteht mich bitte nicht falsch: Umweltschutz ist eine gute Sache, aber es gibt noch einen Unterschied dazwischen verantwortungsbewusst mit der Erde umzugehen oder seinen „Lebenssinn“ in Umweltschutz zu suchen, obwohl wir im Schnitt ohnehin nicht länger als einhundert Jahre hier leben.

  • Wieso sollte ich mein ganzes Leben Fitness und Gesundheit hingeben, um ein paar Jahre mehr rauszuholen, wenn ich eine Ewigkeit bei Jesus sein kann? Auch hier gilt wieder: Ein bisschen auf seine Gesundheit zu achten ist gar nicht so schlecht, aber… ihr wisst schon 😉

  • Wieso sollte ich mein Leben dafür opfern in jeder Situation oder auch politisch gesehen Gerechtigkeit herzustellen, wenn Jesus ohnehin einmal ein gerechtes Gericht halten wird?

  • Wieso sollte ich mein ganzes Leben dem Reisen und Abenteuern verschreiben, wenn ich später mal Zeit haben werde eine Ewigkeit eine neue Erde zu erkunden?

Diese Fragen kann man ewig weiterführen und in der ein oder anderen Frage wird sich sicherlich jeder wiederfinden. Diese sollten provokativ innerhalb der Andacht gestellt werden.

Zu Beginn dieses Abschnitts habe ich gesagt, dass wir nicht mehr alles „auf Krampf“ aus unserem Leben herausholen müssen. Das habe ich schon so gemeint. Aber so dumm ist es gar nicht, sich mal Gedanken über sein Leben und die Ziele darin zu machen. Gerade unter dem Aspekt, dass unser Leben eigentlich sehr kurz ist. Nur können wir diese Ziele unter Beachtung der vollständigen Realität stecken. Der Realität, dass wir eine Hoffnung haben dürfen nach dem Tod aufzuerstehen und dann bei Jesus sind. Und der Realität, dass ganz, ganz viele Menschen in unserem Umfeld von dieser Hoffnung noch nichts gehört haben oder ihr keinen Glauben schenken. Unsere Ziele sollten also von der Maxime geprägt sein, wie wir diese Menschen erreichen können, sodass unser Umfeld und unsere Mitmenschen zum Positiven hin verändert werden können.

Wir können uns überlegen und Ziele setzen, wie wir zu einer Person werden, die wie in den oben genannten Beispielen andere Personen inspiriert. Wir als Christen sollten uns einmal fragen, ob wir die Realität vom Kreuz überhaupt wirklich tief verstanden haben. Denn wenn ja, dann hat sie große Auswirkungen auf unser Leben!

Ergebnissicherung

Auch in diesem Abschnitt des Artikels gibt es wieder viel Gestaltungsspielraum und Möglichkeiten. Innerhalb dieses Artikels kann und will ich nur Ideen zur Ausgestaltung geben. Wichtig ist aber, dass innerhalb der Ergebnissicherung ein sehr konkreter und persönlicher Bezug hergestellt wird und man die Ideen und Vorschläge, dich ich gleich vorstelle, selbst weiter ausbaut. Meine Idee basiert darauf, den Ausstieg aus der Andacht in kleinen Gruppen (2-4 Personen) oder sogar in einer kurzen Zeit allein durchzuführen, denn zu sich selbst oder seinen engen Vertrauten, ist man hoffentlich noch am ehrlichsten. In diese Kleingruppen oder stille Zeit kann man den Jugendlichen ein paar Fragen mitgeben, die sie für sich selbst beantworten. Im Folgenden drei Ideen wie man diese Zeit gestalten könnte. Für eine der Ideen habe ich schon konkrete Fragen vorformuliert.

Idee 1:

Wie man im vorangegangenen Teil der Andacht gesehen hat, gibt es sehr viele inspirierende Beispiele, die die Hoffnung von Jesus persönlich erlebt haben. Zu vielen von diesen Beispielen gibt es sehr viele Infos oder auch digitales Material. Man könnte nach der Andacht verschiedene Stationen machen, die die Jugendlichen reihum oder je nach Interesse besuchen. An diesen Stationen finden sie Material, zum Beispiel Texte, Bilder oder QR-Codes zu Videos, um sich mit diesen Personen näher zu beschäftigen. Wenn sie diese Infos durchgearbeitet haben, kann man eine kleine Umfrage an den Stationen verteilen, die anhand von dem Leben der Personen, persönliche Fragen zum Leben der Jugendlichen stellt.

Zum Beispiel: Philipp Mickenbecker hat trotz seiner schlimmen Krebserkrankung eine positive Art und schafft es andere Personen zu ermutigen. Er schöpft seine Kraft aus Jesus und ist fest davon überzeugt, wo er hingehen wird. Wir haben im Alltag oft viel kleinere Probleme, von denen wir uns entmutigen lassen und durch unsere negative Haltung auch kein Vorbild für andere mehr sind. An welchen Stellen warst du zuletzt demotiviert und warum? Kannst du diese Probleme mit einem Blick auf Jesus in einen anderen Zusammenhang rücken?

Idee 2:

Man fragt vor der Andacht mehrere Jugendliche, die bereits eine Entscheidung für Jesus getroffen haben, ob diese ein persönliches Zeugnis oder Interview geben wollen. Darin können sie erzählen, wie Jesus bzw. die Hoffnung, die er schenkt, ihren Alltag verändert hat. Sie können damit das anschaulich und ganz persönlich machen, was vorher an „allgemeinen“ Beispielen erläutert wurde.

Idee 3:

Man erarbeitet einen Fragenkatalog mit persönlichen Fragen, die allein oder in sehr kleinen Gruppen bearbeitet werden. Diese Fragen sollen herausfordernd sein und zum Reflektieren anregen. Im Folgenden dazu einige Beispiele, die erweitert oder als Orientierung genutzt werden können.

  • Ist dir die Hoffnung und Freude, die uns Jesus geben kann, bisher ganz unbekannt?

  • Warst du von der Geschichte ergriffen oder hast du noch Zweifel? Schreibe beides auf.

  • Was begeistert dich und wo zweifelst du?

  • Was hindert dich daran, dass Angebot von Jesus heute anzunehmen? Wenn du willst, rede mit deiner Gruppe oder einem Mitarbeiter darüber. Gerne kannst du auch dafür beten und die Punkte vor Gott bringen.

  • Was sind deine größten Träume und Ziele für dein Leben? Hast du überhaupt Träume oder Ziele? Schreibe diese hier gerne kurz auf.

  • Spiegel nun deine Träume und Ziele im Licht der Hoffnung, die uns Jesus schenkt. Erscheinen sie in diesem Licht noch sinnvoll? Wo solltest du deine Ziele nochmal überdenken?

  • Ziele und Träume, die dieser Prüfung standgehalten haben, solltest du unbedingt weiterverfolgen. Schreibe Sie auf!

  • Was kannst du in der nächsten Woche tun, um diesen ein Stück näher zu kommen?

    PS: Nur weil wir in der Andacht vorab so krasse Beispiele hatten, kannst du trotzdem ganz klein im Alltag anfangen.

  • Unsere Kultur in Deutschland ist oft geprägt von Negativität. Wir motzen oft auf einem hohen Niveau. Einfach, weil es uns mehr „Spaß“ macht, und mehr Gesprächsinhalt bietet sich über Dinge aufzuregen. Wenn man einfach sagt: „Hey das ist ja super!“, dann ist das Gespräch über dieses Thema meist relativ schnell beendet. Wo gibt es Situationen in deinem Alltag, wo du dein Umfeld positiv prägen, inspirieren und mit der Hoffnung anstecken kannst, die Jesus dir gibt? Schreibe Situationen auf, in denen du dich von der Negativität von anderen anstecken lässt oder diese selbst ausstrahlst. Lass dich auch gerne von deinen Gruppenpartnern reflektieren. Hier ein paar Themenideen, wo es häufig nur negativ zugeht, wenn wir darüber reden: Arbeit, Politik, Corona, Gemeinde, Kollegen, usw.
    Überlege dir, wie du in Zukunft in diesen Situationen reagieren und mehr von der Hoffnung und Freude ausstrahlen willst, die Jesus dir gibt.

  • Du hast bereits eine Entscheidung für Jesus getroffen und kannst die Hoffnung oder Freude nicht empfinden? Dann überlege dir mal, ob es Situationen in deinem Leben gab, wo du diese hattest. Was war anders in deinem Leben als heute zu dieser Zeit? Was kannst du ggf. an deiner Beziehung zu Jesus ändern, damit du deine erste Liebe zurückgewinnen kannst. Aber Vorsicht: Lass dich jetzt nicht in eine Krise stürzen, falls du gerade diese Hoffnung und Freude nicht so arg empfinden kannst. Nicht immer sind unsere Gefühle ein guter Indikator und es gibt Wahrheiten, die über unsere Gefühle hinaus immer gelten. In der Bibel ist auch nicht immer alles Sommer, Sonne, Sonnenschein! Falls du dir sehr unsicher bist, rede gerne mit einem Mitarbeiter über das Thema.

Wenn das Thema und Ziel der Andacht verstanden ist, dann kann der Fragenkatalog nach Belieben erweitert oder neu zusammengestellt werden.

Eine der Hauptquellen für diese Andacht außer der Bibel war das Buch „Jesus seine Geschichte – Unsere Geschichte.“ Von Timothy Keller. Gerne kann in dieses Buch für weitere Recherchen zum Thema genutzt werden.