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Whom shall I fear?

Wer ist Herr über deine Angst? 

Schaffe ich das? Bin ich gut genug dafür? Diese Gedanken kreisen durch unsere Köpfe, und wir haben Angst davor, zu versagen. Diese Andacht möchte Dich ermutigen, auf Gott zu vertrauen – denn Er ist jederzeit gut genug.

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24. August
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5 min
Angstvorversagen

Einleitung

Kennst du das? Du bist in der Schule oder der Uni und hast eine mündliche Prüfung. Du bist super aufgeregt, denn gleich wirst du vor Personen sprechen, die fachlich gesehen viel mehr Ahnung vom Thema haben als du. Sie werden also jeden Fehler und jede Ungereimtheit entdecken und im schlimmsten Fall auch noch danach fragen. 

Oder: Du bist auf dem Geburtstag eines Freundes eingeladen und wirst zum ersten Mal seinen größeren Freundeskreis kennenlernen. Vorher machst du dir Gedanken, was du anziehen sollst, wie du deine Haare stylst... 

Und warum das alles?

Hinter solchen Situationen stecken oft die Gedanken, dass man sich beweisen muss, dass man einen guten Eindruck machen und schlicht das Gefühl haben will, gut genug zu sein. Diese Gedanken können uns unter Druck setzen und sogar Ängste auslösen. Doch wenn man in die Bibel guckt, ist unsere Identität in Christus doch eigentlich das Gegenteil von Angst!

In 2. Timotheus 1,7 lesen wir, dass Gott uns keinen Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit geschenkt hat. Und trotzdem haben wir oft die Angst, zu versagen. Auch in der Bibel finden wir Menschen, die Ängste haben.

Wie können wir also aus dieser Angstspirale herauskommen und gut mit Ängsten umgehen? 

Hauptteil

Das möchte ich dir an einer Geschichte aus Davids Leben zeigen: 

David war der achte und jüngste Sohn seines Vaters Isai. Er war ein Hirtenjunge, der die meisten Tage seines Lebens die Schafe und Ziegen seines Vaters hütete.

Drei seiner älteren Brüder standen jedoch im Kriegsdienst für König Saul und befanden sich im Kampf gegen die Philister. Eines Tages bekam David von seinem Vater den Auftrag, seine Herde zu verlassen und nach seinen Brüdern zu schauen. Er sollte etwas Essen mitnehmen und sich nach ihrem Wohlergehen erkundigen. 

David machte sich also auf und wanderte zum Kriegslager. Dort angekommen bekam er mit, wie einer der Philister das Volk Israel verspottete und sie wiederholt zum Kampf herausforderte. Der Name des Philisters, der dort immer wieder aus den Reihen seines Heeres hervortrat und Israel zum Kampf provozieren wollte, war Goliath. Der Begriff „Riese“ beschreibt ihn recht gut, denn er war ungefähr drei Meter groß und überragte die Israeliten damit um einige Köpfe. Allein sein Brustpanzer wog 60 Kilogramm, sein Speer war so dick wie ein kleiner Baum und die Speerspitze wog über sieben Kilogramm. Goliath war einem durchschnittlichen Israeliten also überaus überlegen und so traute sich keiner, gegen ihn zu kämpfen. Vielmehr bekam das ganze israelitische Heer Angst und flüchtete wieder zurück ins Lager. 

David bekam den Spott Goliaths bei seinem Besuch mit und ihm gefiel nicht, wie dieser Riese über das Heer seines lebendigen Gottes herzog. Das machte er auch mehrmals in der Mitte des Heeres deutlich und so wurde er bald zum König verordnet.

Diesem teilte er dann mit, dass er den Kampf mit Goliath aufnehmen werde. Der König war von dieser Idee jedoch wenig begeistert, da David, ganz im Gegensatz zu Goliath, noch ziemlich jung und klein war und nie geübt hatte, wie ein Soldat mit Waffen umgeht. Aber David ließ sich nicht abwimmeln, schilderte eine Situation, in der er schon als Hirtenjunge kämpfte und einen Löwen und Bären besiegte. Er beharrte darauf, in einen Zweikampf mit Goliath zu gehen. Letztendlich gab der König mit den Worten: ,,Möge der Herr dir beistehen” auf.

Zu guter Letzt versuchte der König David noch mit einer Rüstung und Schwert auszustatten, allerdings konnte er sich darin kaum bewegen und entschied sich deshalb für seinen Hirtenstock, Steinschleuder und fünf flache Kieselsteine. So ausgestattet machte er sich dann auf zum Kampf gegen den Riesen Goliath. 

Als David dann zum Kampf bereit vor Goliath trat, machte dieser sich über ihn lustig und versuchte, ihn klein zu reden. Er nannte David ein Kind und verfluchte ihn sogar. Doch was David dem Riesen dann antwortete, ist entscheidend und die einzige Wahrheit. In 1.Samuel 17, 45 lesen wir:

Doch David antwortete: „Du trittst gegen mich an mit Säbel, Spieß und Schwert. Ich aber komme mit dem Beistand des HERRN, des Herrschers der Welt, des Gottes, dem das Heer Israels folgt und den du verhöhnt hast.

- 1.Samuel 17,45

In den darauffolgenden Versen können wir lesen, wie David seinen Gott groß machte und verdeutlichte, wie mächtig dieser ist. Und er sagte auch, dass sein Gott keine Waffen nötig hatte, um sein Volk zu retten, sondern er selbst diesen Krieg führte. Schließlich tötete David den Philister mit einem Stein aus seiner Steinschleuder, was wiederum die anderen Philister so in Angst versetzte, dass sie flohen. 

Schluss

Was können wir nun aus dieser Geschichte lernen? 

In der Bibel lesen wir, dass David ein junger Mann war, dessen Alter auf 12 bis 19 Jahre geschätzt wird. Und dieser junge Kerl, im Gegensatz zu Goliath ein Zwerg, besiegt einen Riesen, ganz ohne Probleme und ohne Angst. Menschlich gesehen hätte David in dieser Situation jedoch jeden Grund zur Angst gehabt. Denn schon von seinen körperlichen Voraussetzungen war er Goliath um Längen unterlegen und selbst die erfahrenen Krieger zogen sich aus Angst zurück. Außerdem ging es um Leben und Tod, um Sieg oder Niederlage eines ganzen Volkes. All diese Verantwortung lastete auf David, einem Teenager, der noch dazu dürftig bewaffnet war. Wie groß müsste da doch die Angst gewesen sein, zu versagen?

Und trotzdem stellte er sich der Situation und kämpfte. Das konnte David nur, weil er... 

1. Gott bedingungslos vertraute.

David wusste, dass er auf Gott und seine Hilfe vertrauen konnte! Er sagte:

Ich komme mit der Hilfe des Herrn.

- 1.Samuel 17,45. 

Wir dürfen David nachahmen und unseren Blick weg von den Ängsten, hin auf das Wesen unseres Gottes richten. 

2. Zurück blickte und erkannte, wie Gott ihm schon als Hirtenjunge geholfen hatte.

Es hilft, den Blick auch mal nach hinten zu richten und sich zu fragen, in welchen Situationen, egal ob groß oder klein, Gott dir schon geholfen hat und du erleben durftest, dass er dich rettet. Du darfst auch in der neuen Situation ganz auf ihn vertrauen. 

3. nicht auf sich und seine eigene Kraft vertraute.

David brauchte keine schwere Rüstung und auch kein großes Schwert, auf das er sich verlassen musste. Vielmehr hatte er seine Standardausrüstung, sozusagen die Hirten-Basics, dabei.

Wir können uns an die Basics erinnern, die Gott uns in seinem Wort über ihn mitteilt. Er ist derjenige, der mächtiger als unsere Ängste ist, und er ist derjenige, der immer bei dir ist. Er ist derjenige, der dich mit allem ausstattet, was du brauchst. Du bist im Kampf gegen deine Ängste also nicht allein und musst es nicht alleine schaffen.

Es kommt also nicht auf dich an, dass du gut genug bist, sondern Gott ist es, der gut genug ist! 

In der Geschichte von David und Goliath können wir also sehen, dass Gott hilft und Davids Vertrauen auf Gott belohnt wird. Der Riese Goliath stirbt und David kommt an den Königshof. Gott war auf der Seite seines Volkes und ist auch heute noch auf der Seite aller, die mit ihm leben. So müssen alle Ängste fliehen. Das geschieht zwar nicht von jetzt auf gleich und ist in vielen Dingen sicherlich ein Prozess. Aber Jesus möchte dir und deinem unruhigen Herzen Frieden schenken. Er ist der Herr über deine Ängste und führt dich an seiner Hand durch jeden Kampf. 

David hat darauf vertraut, dass Gott ihm hilft. Manchmal müssen auch wir uns ,,einfach” in Gottes Arme fallen lassen und dürfen die Kontrolle an den abgeben, der diese ganze Welt erschaffen und dich liebevoll erdacht hat