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Faith finds a voice

Reden mit Gott - aber wie?!

Diese Andacht soll dich dazu ermutigen einfach mit dem Beten anzufangen und dir dazu ein paar Ideen und Tools an die Hand geben, die dir dabei helfen können, mit Gott ins Gespräch zu kommen.

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18. Juni
schedule
4 min
Leasteil

Einleitung

Meine Freundin schenkte mir einmal ein Notizbuch auf dem stand: „Give it to God and go to bed". Ich weiß noch, dass ich es irgendwo in ein Fach zu mehreren anderen Büchern gelegt hatte und es erst mal nicht benutzte, da ich irgendwie eine Abneigung zu Tagebuch schreiben hatte.

Irgendwann fand ich es dann wieder und laß: ,,Give it to God and go to bed“.

"Na gut“, dachte ich, „kann ja nicht schaden.“ Also fing ich an einfach das, was mir so durch den Kopf ging und mich beschäftigte, dort aufzuschreiben und es so im Gebet an Gott abzugeben. Es waren anfangs nur ein paar Sätze. Ich machte es auch nicht jeden Tag, immer nur dann, wenn mich etwas gar nicht mehr losgelassen hatte, um es dann nochmal bewusster an Gott abzugeben.

Ganz schnell wurde aus einer Unregelmäßigkeit eine regelmäßige Gewohnheit und heute kann und will ich diese Zeit am Tag kaum mehr missen.

Das ist nur eine von vielen Arten Gebet im Alltag zu leben und zu praktizieren. Ich denke, die meisten von uns haben die Gewohnheit vor dem Essen zu beten oder vielleicht noch am Morgen bevor man in den Tag startet und am Abend vor dem Schlafen gehen. Wahrscheinlich haben die meisten von uns auch festgestellt, dass wir in Zeiten der Not oder vor anstehenden Prüfungen oder Schwierigkeiten mehr gebetet haben und dass es uns dann viel leichter gefallen ist zu beten.

Wie können wir aber unabhängig von unseren Lebensumständen Gebet zu einem festen Bestandteil unseres Lebens werden lassen und unsere Beziehung zu Gott dadurch vertiefen?

Hauptteil

Verschiedene Gebetsarten/Formen und Praktische Ideen im Alltag

Wie wäre es mit einem Spaziergang durch den Wald? Oder du gehst einkaufen und redest dabei mit Gott. Auf deinem Arbeitsweg erzählst du ihm von deinem Tag. Deine Mittagspause wird zu einem Anhalten und Auftanken bei und mit ihm… Das sind jetzt keine konkreten Gebetsformen und Tools, aber es soll zeigen, wie und wann wir überall das Gebet mit einfließen lassen können und es Bestandteil unseres Alltags werden kann.

Ansonsten haben mir zumindest feste Termine in der Woche geholfen, an denen ich mich entweder mit anderen oder alleine bewusst zum Beten getroffen habe. Für eine Stunde lang mal alles bei Seite schieben, alle Ablenkungen und die Hektik des Alltags.

Sich also bewusst und konkret Zeit fürs Beten in seinen Terminkalender einplanen.

Beten mit dem Vater Unser 

Wenn du aber gar nicht weißt, wie du überhaupt beten sollst oder damit anfängst, hat Jesus uns schon ein gutes Beispiel gegeben. Das Vater Unser (Mt. 6,9-1, Lk. 11,2-4).

Es gibt aber auch viele andere gute Gebete, die du dir zu eigen machen darfst. Schreibe doch selbst mal ein solches Gebet auf.

Hier sind ein paar Bausteine aus dem Vater Unser für dich:

1. Vertrauen - wir dürfen uns ihm vertrauensvoll nahen

2. Verehrung - was bringt dich über Gott ins Staunen? Welche Eigenschaften faszinieren dich?

3. Versorgung - was beschäftigt dich? Wo brauchst du gerade Hilfe? Und welche Zukunftssorgen möchtest du abgeben?

4. Vergebung - Heilung ist möglich, wenn wir lernen, Gott unsere Verletzung abzugeben. Welche Sache trägst du noch mit dir herum, die du noch nicht vergeben hast?

5. Versuchung - Wo brauchst du Gottes Kraft, um vor der Versuchung weglaufen zu können?

Beten mit Liedern 

Was wahrscheinlich eines meiner Lieblingsgebetsform ist, sind Lieder. Lieder, wie zum Beispiel auch die Psalmen, sind im Prinzip gesungene Gebete. Ob du sie nur hörst, musizierst oder singst, tue es aus vollem Herzen.

Beten mit anderen Menschen

Was mich, neben dem persönlichen Reden mit Gott, am meisten auf diesem Weg des Gebets geprägt und geformt hat, war und ist das Beten mit anderen Menschen. Dort habe ich gelernt, was es heißt mit Gott zu leben und im Gebet zu vertrauen und auf ihn zu hoffen.

Wenn du keinen gläubigen Menschen in deinem Umfeld hast, kannst du auch von den Menschen aus der Bibel lernen.

Zum Beispiel von Abraham. Lies doch einmal 1. Mose 18,16-33, wie Gott mit Abraham darüber spricht, die Städte Sodom und Gomorra zu vernichten. Hier bekommen wir einen sehr tiefen Einblick in Gottes Gedanken, seine Beziehung zu uns Menschen und die Wirkung und Bedeutung des Gebets. Gott weiht Abraham in seine Pläne mit ein (V. 17). Das tut er, weil er eine Beziehung mit Abraham eingegangen ist und seine Versprechen halten will.

Abraham geht mit Gott ins Gespräch und teilt ihm seine Gedanken zu seinem Vorhaben mit. Gott geht auf Abraham ein. Abraham verhandelt im weiteren Verlauf mit Gott und sie kommen auf ein Kompromiss.

Natürlich war Gott all das schon vorher bewusst und er hatte auch bereits beschlossen Lot zu retten, die Stadt aber zu vernichten. Er war ja schon unterwegs, während Abraham ihn noch bittet (V. 21+22).

Aber was wäre, wenn Abraham nicht zu Gott gebetet hätte? Wahrscheinlich hätte Gott Lot trotzdem gerettet und wäre zu seinem Ziel und Plan gekommen.

Nur Abraham hätte diese Erfahrung nicht gemacht, dass Gott mit sich reden lässt, nahbar und erfahrbar ist.

Durch die Begebenheit konnte er Gott nochmal besser kennenlernen, wie er ist, wie er Gnade und Gerechtigkeit miteinander vereint, eingreift und handelt.

Schluss

Und so ist es noch heute. Deshalb macht Gebet den Unterschied in deinem Alltag. Du bekommst eine andere Sicht auf die Dinge, erlebst Freiheit und Frieden, Ruhe und Gelassenheit, schöpfst neue Kraft und Hoffnung, weil du mit dem verbunden bist, der alles in seiner Hand hält, der Schöpfer des Universums, dem nichts außer Kontrolle gerät und der einen guten Plan für dich und die Welt hat.

Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus!

- Philipper 4:6+7