Jesus & meine Sehnsucht

Jesus war es wichtig, den Menschen von Anfang zu zeigen, was ihre eigentliche Sehnsucht ist und was er tun wird, um sie zu stillen. 
Jesus & meine Sehnsucht

Überblick 

Wie schnell denke ich: Wenn endlich dieser einer Wunsch in Erfüllung gehen würde, dann wäre alles gut. Doch wie oft führen selbst erfüllte Wünsche zu heftigen Bruchlandungen. Jesus will dir zeigen, dass unser Glück zutiefst mit ihm verbunden ist. Dafür gab Jesus alles. 

Ziel 

Jugendliche erkennen: Jesus kennt meine tiefste Sehnsucht und stillt sie. 

Einstieg 

Ideen 

  • Statistiken, Artikel zu Sorgen, Nöten, Ängsten…der Menschen 

https://cbberatung.de/ziemlich-persoenlich/kolumne-sehnsucht-2/von-fuenf-grundsehnsuechten/ 

  • 5 Grundsehnsüchte:  (Quelle)

  • Sicherheit (körperlich wie wirtschaftlich),  

  1. soziale Beziehungen (Annahme, Gemeinschaft, dazugehören),  

  • Liebe (eng verbunden mit den sozialen Beziehungen),  

  • Anerkennung (Achtung, Wertschätzung, wahrgenommen werden),  

  • Sinn 

https://www.ruv.de/presse/aengste-der-deutschen/grafiken-die-aengste-der-deutschen 

https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/umfrage-gfk-wuensche-der-deutschen-von-guter-fee-a-1022735.html 

 

  • Frage an Jugendliche (schon im Vorfeld): Was ist dein größter Wunsch? Wonach sehnst du dich am meisten? Wie stillst du diesen Durst? 

  • Erweiterbar: Jugendliche stellen ihren Freunden die gleichen Fragen 

Übergang 

Wir sind auf der Suche nach solchen Menschen, die unsere Sehnsucht stillen, wo unsere Wünsche erfüllt werden. Wie viele Beziehungen und Freundschaften basieren genau auf dieser Frage. Selbst die Suche nach Gott ist geprägt von Wünschen und Sehnsüchten, von denen wir hoffen, dass Gott sie uns erfüllt. 

Zugleich könnten viele von uns erzählen, wie Wünsche nicht erfüllt wurden, weil das Gegenüber an unseren Erwartungen gescheitert ist. Oder wo selbst erfüllte Wünsche kein Glück brachten, sondern uns noch leerer zurückließen, weil wir entdeckten, dass dieser Wunsch doch nicht das war, was wir suchten. 

Jesus war es wichtig, den Menschen von Anfang zu zeigen, was ihre eigentliche Sehnsucht ist und was er tun wird, um sie zu stillen. 

Erarbeitung und Anwendung 

Bibeltext: Markus 2,1-12 

Ideen zum Bewusstmachen des Geschehens: 

  • Nachspielen 

  • Übertragen auf heute 

  • Bericht eines Reporters 

Hintergrundinfos bzw. das Setting: 

  • Ort: Kafarnaum. Hier hielt er sich oft auf. Es ist der Heimatort einiger seiner Jünger. 

  • Zeit: Beginn von Jesu‘ öffentlichem Auftreten. Zuvor war er einige Tage durch Galiläa gezogen, predigte in vielen Orten und trieb Dämonen aus (Markus 1,39).  

  • Menschen: Die Menschen feierten Jesus und sofort waren viele Menschen da, die ihn hören wollten. Einige wegen seiner vollmächtigen Lehre, andere kamen, um geheilt zu werden, andere wiederum aus Neugier. 

Sie alle hatten Erwartungen an Jesus. Und sie erlebten eine Lektion in der Jesus ihnen zeigte: „Ich kenne deine wahre Sehnsucht, die echte Not deines Herzens, und ich kann sie stillen.“ 

Botschaft 

4 Freunde sehen ihren gelähmten Freund und sie wissen von Jesus. Also wollen sie ihn zu Jesus bringen. Aber keine Chance. Alles ist voller Menschen. 

Fragen an deine Jugendlichen: 

  • Was für Gedanken gehen einem da durch den Kopf? 

  • Wie werden sie sich gefühlt haben? 

Doch dieses „keine Chance“ scheint sie nur zu motivieren. „Jetzt erst recht!“ Und so gehen sie aufs Dach (Flachdach). Ihren Freund immer im Schlepptau auf einer Matte. Auf dem Dach brechen sie die Lehmdecke auf, nehme die Holzknüppel weg und lassen ihren Freund auf der Matte hinunter. Genau vor Jesus! 

Frage an deine Jugendlichen: 

  • Mit welchen Charaktereigenschaften können wir die Männer beschreiben? 

  • Was können wir für uns daraus lernen, wenn es um Evangelisation geht – also Menschen zu Jesus bringen? 

Die Reaktion von Jesus ist interessant. Er sieht ihren Glauben. Glaube ist immer etwas was sichtbar wird. Es ist mehr als nur ein Lippenbekenntnis. 

Noch interessanter ist aber Jesu Ansage an den Gelähmten. „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben“  

„Moment mal. Jesus, da hast du was nicht verstanden oder gesehen! Er ist lahm, er will wieder gehen.“ Vielleicht denkst du so. Vielleicht dachten die Freunde am Dach so. Der Gelähmte dachte vielleicht: „Meine Not ist der Umstand, dass ich nicht laufen kann. Sünde ist kein Problem für mich.“ oder „Wäre ich doch gesund, dann… was will ich mit Vergebung?“ 

Jesus sieht die wahre Not von uns Menschen. Eine Not, die wir selbst oft nicht erkennen. Unsere Sünde. Diese Rebellion gegen Gott. Dieses Ignorieren Gottes in dessen Welt. Wir Menschen denken, es ist die größte Befreiung, dass wir uns von Gott losgesagt haben.  

Die Reaktion der Freunde und des Gelähmten ist uns allerdings nicht berichtet. Dafür melden sich jetzt einige bisher zurückhaltende Beobachter. Wobei melden nicht ganz stimmt. Ihre Gedanken sind berichtet. Es geht um die Gesetzeslehrer. Jüdische Gelehrte, die das Wort Gottes in Ehren hielten und dem Volk die Richtung weisen wollten. „Was bildet der sich ein? Das ist Gotteslästerung! Niemand kann Sünden vergeben außer Gott!“ 

Frage an die Jugendlichen: 

  • Was hat sie wohl so aufgeregt? 

Sie hatten sofort geblickt: Das ist eine dreiste Aussage von Jesus. Sie lagen völlig richtig mit ihrem Denken: „Nur Gott kann Sünden vergeben“. Denn unsere Verfehlungen richten sich zuallererst gegen ihn, unseren Schöpfer. 

Die Antwort Jesu auf die nicht geäußerten Bedenken sind 2 Zeichen.  

  1. Er spricht sie an und zeigt damit: „Ich kenne eure Gedanken!“ – Wow, das erste Mal regt sich der Widerstand der Gesetzeslehrer gegen Jesus. Sie äußern ihn nicht einmal. Aber Jesus zeigt gleich: „Ich kenne euch!“ 

  1. Er heilt den Gelähmten und zeigt: „Ich bin Gott.“ Dieses Zeichen wird u.a. in Jesaja 35,6 eindeutig mit Gott und seiner Herrlichkeit in Verbindung gebracht. 

Die Menschen damals lobten und ehrten Gott. Allen war klar, woher die Vollmacht für dieses Wunder kam und das auch die Vergebung kein „leerer Spruch“ war, sondern Realität. 

Bevor Jesus das Wunder der Heilung tat, forderte er die Gesetzeslehrer mit folgender Frage heraus: 

„Was ist leichter zu sagen? Deine Sünden sind vergeben oder steh auf und nimm dein Bett und geh umher?“ 

Sie ist zweifach eindeutig zu beantworten: 

Vergebung ist leichter, weil es jeder sagen kann, ohne dass etwas zu sehen ist. Wer soll das schon prüfen können, ob es stimmt oder nicht? 

Vergebung ist schwerer, weil heilen kann jeder Wundertuer, aber vergeben kann nur Gott, gegen den wir rebelliert haben. 

Die Schwere der Vergebung führte Jesus ans Kreuz. Dort bezahlte er und legte die Grundlage für Vergebung. Annehmen können wir sie im Glauben. Wie der Gelähmte. Sein Glück lag in der wiederhergestellten Beziehung zu Gott. Seine Heilung war „nur“ Beiwerk. Ohne seine Not wäre er nie bei Jesus gelandet. Ohne seine Not hätte Jesus ihm nie zeigen können, was ihm wirklich fehlt. Ohne Jesu Tod am Kreuz und seine Auferstehung hätten wir nie zurück zu Gott, unserem Schöpfer, kommen können. Doch erst dort kommen wir zur Ruhe und finden Erfüllung. 

Hier könntest du, wenn es passt, (d)ein Zeugnis erzählen oder einen passenden Lebensbericht einfügen. 

Noch ein paar Fragen, die du deinen Jugendlichen geben kannst, um es praktisch werden zu lassen:

Diese können zuerst allein beackert werden. Und im Anschluss in 2er oder 3er Gruppen vertieft werden. 

  • Bei wem in deiner Umgebung kannst du Glauben sehen? 

  • Wie wird dein Glaube sichtbar? 

  • Wir denken, wir kennen unsere größte Not. Und wenn diese gelöst wäre, wären wir endlich glücklich. Was ist dein großer Wunsch, deine Sehnsucht? Welche Not siehst du als die größte in deinem Leben zurzeit an? 

  • Wie denkst du über folgendes Zitat von … 

„Ich glaube, wenn Gott uns einen richtig bösen Streich spielen will, erfüllt er uns unseren größten Wunsch.“ T. Keller
  • Wo und wie hast du es erlebt, dass dein Leben weiter leer war, obwohl sich Wünsche erfüllt hatten? 

  • Oft versprechen wir uns von unerfüllten Wünschen, dass sie unsere Erlöser sind. Wo hast du dabei vielleicht Jesus, deinen Erlöser, übersehen? 

  • Ja, Jesus kann dir jeden Wunsch erfüllen, aber er weiß, dass es NIE deine Sehnsucht nach ihm stillt. Wo hast du vielleicht falsche Erwartungen an Jesus? 

Möglichkeit zur Erweiterung 

Zeugnis- und Lobpreisabend (an einem anderen Abend) mit dem Fokus auf Jesus und dem was er tat, um unsere Sehnsucht nach ihm zu stillen