From the inside out

Was ist Jesus' Antwort auf unsere verzweifelten Versuche, unseren inneren Schmutz loszuwerden? In dieser Bibelarbeit erfährst du es.
From the inside out

ÜBERBLICK

Jesus sagt, ein verschmutztes Herz ist die Folge von unseren schlechten Gedanken und Taten. Was ist seine Antwort auf unsere verzweifelten Versuche, diesen inneren Schmutz loszuwerden? Es ist eine göttliche Reinigung von innen nach außen.

ZIEL

Die Jugendlichen verstehen, dass es allein der Weg von Jesus ist, der unsere Sehnsucht nach Reinheit und Perfektion von innen heraus stillen wird.

EINSTIEG

Bereite für einen bildhaften Einstieg ein schön verpacktes Geschenk vor. Der Inhalt sollte am besten möglichst wertlos oder abstoßend (zum Beispiel ein Glas voller Erde) und von außen nicht erkennbar sein.

Lass deine Jugendlichen zunächst raten, was sie vermuten, was in dem Geschenkt drin sein könnte. Vermutlich werden die Erwartungen grundsätzlich positiv sein. Dann bitte jemanden, das Geschenk auszupacken. Du darfst auf sein Gesicht gespannt sein. Folglich kannst du reflektierend anmerken, dass wir von außen anscheinend nicht wirklich bestimmen können, wie es im Inneren tatsächlich aussieht. Obwohl die schöne Verpackung um das Geschenk war, ist es nicht diese äußere Form, die bestimmt, was letztlich im Inneren steckte.

 Mögliches Bild zu einem Geschenk hier.

ERARBEITUNG UND ANWENDUNG

Startet mit dem gemeinsamen Lesen von Markus 7,1-5.

Die religiösen Leiter vom Volk Israel kommen zu Jesus und fragen ihn, warum sich seine Jünger nicht an die hunderte Jahre alten, religiösen Regeln zum Waschen halten. Kommen dir solche Rituale in unserer heutigen Zeit auch ein bisschen überholt vor? Dabei kennen wir das grundsätzliche Prinzip eigentlich immer noch ganz gut - oder würdest du ernsthaft auf die Idee kommen, direkt nach dem Fußballtraining mit verschwitztem Trikot und dreckigen Knien in ein Bewerbungsgespräch für dein Praktikum in einer Bank zu gehen? Nein, bei wichtigen Terminen möchten wir einen sauberen Eindruck hinterlassen. Dafür verstehen wir, dass dreckige Hände und müffelnde Klamotten wenig förderlich sind.

Ein ähnlicher Grundgedanke liegt den biblischen Reinheitsgesetzen zugrunde. Die Anweisungen, sich durch äußeres Waschen frei von Schmutz und Krankheiten zu halten, waren ein anschauliches Bild und eine Erinnerung dafür, dass wir Menschen auch ohne eine innere Reinigung nicht in die heilige Gegenwart Gottes treten können.

Aber was bedeutet das, dass wir innerlich dreckig sein können? Woher kommt diese Unreinheit und gibt es einen Weg, sie zu beseitigen? Lasst uns weiterlesen, was Jesus dazu sagt.

Von außen nach innen?

Lest gemeinsam die Verse aus Markus 7,14-23.

Scheinbar hat Dreckig-Sein also nichts mit dem richtigen Befolgen von äußeren Wasch- oder Essensregeln zu tun (Aus der Perspektive eines Gerne-Essenden: Danke Jesus!). Es scheint Jesus hier viel mehr um uns selbst zu gehen. Jesus macht deutlich: Der Grund dafür, dass es in unserer Welt so viel Unfrieden und Ungerechtigkeiten zwischen Nationen und Klassen gibt, dass so viele Beziehungen und Freundschaften in die Brüche gehen, dass Unfrieden und Unsicherheit uns bestimmen wollen, ist… ja, was ist es denn jetzt genau?

Frag deine Zuhörer direkt, was sie denken, was Jesus hier sagt, was uns unrein macht.

Jesus sagt, es ist das, was aus unserem Innersten herauskommt (V. 21 -23): Ein eigensinniges, ich-bezogenes Herz. Hinter all diesen Taten, die Jesus hier aufzählt, wie Diebstahl, Betrug und unvernünftigem Handeln, steckt letztlich diese Gemeinsamkeit des Ursprungs in einem egoistischen Herzen, was seinen eigenen Vorteil sucht. Ich glaube, wir alle kennen dabei diese bohrenden Gefühle von Schuld und Scham in uns, nachdem wir solchen Gedanken aus unserem Herzen gefolgt sind und wir gelogen, gestohlen, gestritten, gelästert,… haben. Wir wissen gut, dass unsere Taten und Gedanken nicht immer ehrenwert und vorbildlich sind. Genau diese dadurch ausgelösten Gefühle der Unreinheit offenbaren etwas Tiefes in uns: Ein starkes inneres Verlangen nach einem Zustand der Reinheit, Heiligkeit und Perfektion. Ein Verlangen danach frei zu sein von Fehlern. Doch es scheint nicht nur in uns zu schlummern, sondern gar unstillbar zu sein, oder?

Wie bei dem Geschenk vom Anfang ist es also nicht das Äußere, was bestimmen kann, was drinnen steckt. Es geht um unser Innerstes, was leider nicht immer ansehnlich ist.

Welche Herz-OP ist notwendig, um dieses Problem an der Wurzel zu packen?

Uns wird schnell klar, dass wir mit äußeren Lösungen nicht an diese Grundeinstellung unserer Seele und unserer Gedanken herankönnen und doch versuchen wir uns ständig zu reinigen oder unseren Dreck mit guten Taten zu bedecken. Wir strengen uns bestmöglich an, nicht mit den Klassenkameraden über unseren unfairen Lehrer zu lästern, doch dann zeigt auf einmal jemand sein neues Handy – auch noch das iPhone, was letzte Woche erst rausgekommen ist! Wir merken, wie wir in unseren Gedanken neidisch auf diese Person werden. Vielleicht arbeiten wir im Kids-Programm der Gemeinde mit, allerdings vor allem aus dem schlechten Gewissen heraus, dass wir in der Schule Jesus lieber verstecken. Aber was wir auch versuchen, es funktioniert nicht, aus uns unseren äußeren Taten heraus diese schlechten Gedanken in unserem Herzen zu reinigen. Vielleicht kurzfristig und oberflächlich, aber niemals unserer eigentlichen Sehnsucht nach Reinheit gerecht werdend. Schlechte Gedanken und Taten kommen trotzdem weiter in unser Leben. Von außen nach innen funktioniert nicht. Auch vor Gott nicht. Der Prophet Jeremia hat es schon so auf den Punkt gebracht:

Auch wenn du dich mit Lauge wäschst, wenn du noch so viel Waschpaste nimmst, der Schmutz deiner Schuld bleibt immer vor mir, spricht Jahwe, der Herr.
-Jeremia 2,22, NeÜ

Mit menschlichen Ideen kommen wir hier wohl nicht weiter. Was ist deine Antwort, Jesus? Wie können wir endlich innerlich rein werden?

Von innen nach außen!

Die kraftvolle Antwort finden wir ein paar Kapitel weiter. Jesus stirbt auf dreckigste Art und Weise auf der Müllhalde vor Jerusalem, damit du rein werden kannst. Jesus tut das, was kein Mensch tun kann: Er kann und möchte dir ein neues, reines Herz schenken.

Gott hat uns mit dieser Sehnsucht nach Reinheit und Heiligkeit geschaffen, weil wir dazu bestimmt sind, in einem heiligen Leben in einer reinen Beziehung mit Gott zu leben.

Wie logisch ist es, dass da allein Jesus derjenige ist, der diese Sehnsucht in uns stillen möchte. Wie geschieht das? Von innen nach außen. Durch ein neues Herz und einen neuen Geist, wie wir in Hesekiel 26,25-27 lesen können:

Dann werde ich reines Wasser auf euch sprengen und euch so von allem Dreck und allen Götzen reinigen. Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist: Das versteinerte Herz nehme ich aus eurer Brust und gebe euch ein lebendiges dafür. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und euch nach meinen Rechtsbestimmungen richtet.
- Hesekiel 26,25-27, NeÜ

Das neue Herz reinigt unsere Motive, unsere Eltern, Geschwister, Lehrer und Mitschüler nicht mehr aus schlechtem Gewissen heraus lieben zu müssen, sondern aus einem überfließenden Herzen. Es lässt uns den Typen aus unserer Klasse mit seinem neuen Handy feiern. Auch hilft es uns, in der Abhängigkeit von Jesus zu wachsen, seine Herzensreinigung immer wieder in Anspruch zu nehmen, wenn wir wieder mal versuchen, ihn mit unseren Taten zu beeindrucken, statt einfach in seiner Liebe getränkt zu werden.

ERGEBNISSICHERUNG

Wo möchte Jesus heute konkret dein Herz erneuern und deiner Sehnsucht nach Reinheit begegnen?

Nimm dir doch dafür einfach genau jetzt zwei Minuten Zeit und frag Jesus danach.

(Tipp: Wenn du in deiner Gruppe keine Toten-Stille erzeugen möchtest: Lege einfach ein leisen Instrumental-Song in den Hintergrund. Hier ein Beispiel.)

Sei bereit dafür, dass, wenn Jesus dir ein neues Herz schenkt, sich sofort etwas verändern kann, aber sei auch ebenso bereit für einen Prozess, den Jesus mit dir gehen möchte, deine Gedankenmuster und Gewohnheiten zu verändern (vgl. Römer 12,2).

Sei dir bewusst, dass diese Prozesse niemals von DEINER Kraft bestimmt werden, sondern überlass JESUS den Raum, dich von innen nach außen zu verändern. Bleib in Verbindung mit ihm. Etwa mit diesem ganz simplen Gebet: Jesus, bitte reinige mein Herz von… (der Sache, in der ich Schmutz in meinem Herzen bemerke oder versuche, meine Sehnsucht nach Reinheit selbst zu stillen).

Schreibe dir dieses Gebet als Reminder in deinen Handy-Kalender oder teile es mit einem guten Freund. Erinnert euch diese Woche gegenseitig an dieses Gebet. Manchmal kann es uns auch helfen, uns fokussiert auf ein Gebet auszurichten, wenn wir dafür bewusst auf etwas Alltägliches verzichten, was uns dann stattdessen ans Gebet erinnert (wie z.B. Süßigkeiten - auch wenn alle Speisen rein sind :D ). Auch an dieser Stelle kannst du deinen Jugendlichen noch einmal die Zeit geben, ihr persönliches Gebet aufzuschreiben und festzuhalten. Diese Zeit kannst du gut mit einem segnenden Gebet für deine Gruppe abschließen.