Echte Liebe macht einen Unterschied
Diese Bibelarbeit befasst sich mit 1.Joh. 3,11-24 und zeigt, dass wahrer Christusglaube und Nächstenliebe zusammengehören.
Diese Bibelarbeit basiert auf der Predigt von Florian Bernhardt zu 1.Johannes 3,11-24 im SAT Dillenburg: https://www.youtube.com/live/z1mDYaVtzTI?si=D1E0CfePP2VbX304
Titel der Bibelarbeit:
Echte Liebe macht einen Unterschied
Überblick:
Diese Bibelarbeit führt dich in zentralen Inhalte des Abschnitts 3,11-24 ein.
Ziel:
Ziel der Bibelarbeit ist es, dass der Glaube an Christus und die Zugehörigkeit zu seiner Familie auch eine Veränderung der Art und Weise mit sich bringt, wie man lebt. Wahrer Christusglaube und Nächstenliebe gehören zusammen.
Einstieg:
Woran erkennt man die Zugehörigkeit einer Person zu einer Gruppe?
Beispiele:
- Fans eines Fußballklubs
- Mitglieder des dt. Bundestages
- Polizisten/ Feuerwehrmänner
Erarbeitung und Anwendung:
Schritt 1: Bibeltext lesen (jeder allein/ in der Gruppe laut/ reihum)
Schritt 2: Auslegung
Im heutigen Abschnitt des 1. Johannesbriefes vertieft Johannes seine Gedanken weiter, die er schon zu Beginn des dritten Kapitels (3,1-10) thematisiert hatte. Johannes will zeigen, woran man erkennt, ob ein Leben von Gott kommt. Er ist überzeugt: Echtes Leben, das aus Gott kommt, verändert Leben.
Wir sollen einander lieben. Das ist die grundlegende und älteste Botschaft für die Nachfolger Christi. Die Liebe ist das Herzstück des Glaubens. Johannes erinnert die Leser daran, weil sie in der Gefahr stehen dies zu vergessen. So geht uns heute auch oft noch, wir brauchen bewährte Wahrheiten, die wir ernst nehmen können. Die Wahrheit ist hier: Man kann das Evangelium nicht ohne ein von Liebe geprägtes Leben haben.
Warum ist die Liebe keine Randfrage? An ihr zeigt sich, ob jemand Kind Gottes oder ein Kind des Teufels ist (1. Johannes 3,4-10). Diese zwei Familienzugehörigkeiten werden von Johannes immer wieder thematisiert, denn deine Familienzugehörigkeit zeigt sich. Kinder tragen immer etwas von ihren Eltern mit sich. Doch Kinder müssen sich ihre Familie nicht verdienen, sie zeigen ihre Familie. Um diese zwei Familien darzustellen, gebraucht Johannes eine Geschichte des Alten Testaments (V.12-15), die Geschichte von Kain (1.Mose 4,1-16). Für Johannes ist Kain ein Kind des Teufels, das Kennzeichen dafür ist Hass, nicht als einmaliges Ereignis, sondern als Grundeinstellung. Wir sollen dadurch verstehen, was auf dem Spiel steht, wenn wir über unsere Familienzugehörigkeit nachdenken. Johannes gibt hier das weiter, was er von Jesus gehört hatte: dauerhafter Hass zerstört Leben. Doch mitten in dieser Schwere, hebt Johannes den Blick vom Tod aufs Leben (V.14). Wenn ein Mensch Kind Gottes wird, ändert sich alles: du verlässt die alte Familie.
Johannes versichert uns, das wir das wissen dürfen. Es ist kein inneres, gutes Gefühl, sondern die Familienzugehörigkeit zeigt sich an der Liebe zu unseren Geschwistern. Liebe ist das Kennzeichen, kein Eintrittspreis zur Familie, sondern die Frucht. Du bekommst das neue Leben geschenkt und darfst ein Leben der Liebe führen. Das neue Leben bleibt nicht unsichtbar, sondern es zeigt sich.
Wenn Gott ein neues Leben schenkt, zeigt sich das in Liebe
Die Liebe muss nicht erfunden werden – du darfst Liebe anschauen! Weil sie dir in Jesus begegnet (V.16). Er ist das Gegenbild zu Kain. Wenn du wissen willst, was Liebe ist, dann schau auf Jesus und auf sein Handeln. Sein Handeln lässt sich darin zusammenfassen, dass Jesus sein Leben gegeben hat. Dies ist der Ursprung echter Liebe und der Grund, warum wir Kinder Gottes sein können. Christsein beginnt nicht damit, dass ich besser liebe, sondern damit, dass ich mich lieben lasse. Erst von diesem Fundament können wir andere lieben – unser Leben geben für unsere Geschwister. Wenn Jesus dein Leben prägt, wird Liebe sichtbar.
In den Versen 17-18 zeigt Johannes, wie sich Jesu Liebe konkret im Alltag zeigen kann - und wie wir oft unser Herz verschließen und verhärten. Doch Jesus will unser Herz weich machen, er will unser ganzes Leben prägen als ein Leben der Liebe. Wie können wir im Alltag anfangen? “Do for one what you wish you could do for everyone” (Andy Stanley). Liebe hat immer einen Namen, eine konkrete Person. Du musst nicht die ganze Welt retten, sondern darfst im Kleinen beginnen. V.19-20 geben uns Mut, dass auch wenn wir mal versagen, Gott größer und barmherziger ist als unser eigenes Herz. Die Hoffnung liegt nicht in unserer Konsequenz, Disziplin oder Fähigkeit, sondern in einem Gott, der größer ist als unser Versagen.
Ergebnissicherung:
Persönliche Reflexion:
- Auf welchem Weg stehst du gerade wirklich – vertraust du Jesus, oder hältst du ihn eher auf Abstand?
- Wo brauchst du vielleicht erstmal selbst neu die Liebe Jesu, bevor du sie weitergeben kannst?
- Was hält dich meistens davon ab, konkret zu lieben – Angst, Bequemlichkeit, Unsicherheit, Verletzungen?
- Was könnte ein kleiner, konkreter Schritt der Liebe für dich diese Woche sein?
Kleingruppe
- Was hält euch davon ab, zu lieben? Was hemmt euch? Wovor habt ihr Angst?
- Wie könnt ihr euch gegenseitig ermutigen, ein Leben der Liebe zu führen?
- Ist euer Herz verhärtet? An welche Situationen müsst ihr denken?
- Wie kann gelebte Liebe eure Gemeinschaft/ Kleingruppe/ Gemeinde verändern und prägen?
- Was könnt für euch als Gruppe ein konkreter Schritt sein, in der nächsten Woche Liebe zu üben?
Next Steps
1) Beginne im Kleinen: Flo hat uns in seiner Predigt ermutigt, dass wir nicht die ganze Welt retten müssen, sondern im Kleinen anfangen dürfen. “Wir können keine großen Taten vollbringen, aber kleine Taten mit großer Liebe.” Wo kannst du diese Woche damit anfangen? Wo kannst du einen kleinen Schritt gehen? Bitte Gott, dass er dir eine Person zeigt, der du Liebe erweisen darfst.
2) Von Jesus lieben lassen: "Christsein beginnt nicht damit, dass ich besser liebe, sondern damit, dass ich mich lieben lasse” – wie verändert das dein Leben? Was macht das mit deinem Leistungsdruck und Leistungsdenken? Wie kannst du dich der Liebe Gottes in der nächsten Woche aussetzen?