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Gemeinschaft mit Christus

Du bist geliebt, deshalb darfst du lieben

calendar_today
15. August
schedule
4 min
8

Diese Bibelarbeit basiert auf der Predigt von Marian Stegk zu 1.Johannes 4,7-21 im SAT Dillenburg: https://www.youtube.com/live/gLxRCkPOG7M?si=-R5oXuPYalgJWhEx

Titel der Bibelarbeit:

Du bist geliebt, deshalb darfst du lieben

Überblick:

Diese Bibelarbeit führt dich in zentralen Inhalte des Abschnitts 4,7-21 ein. 

Ziel:

Ziel der Bibelarbeit ist es, dass die Teilnehmenden verstehen, dass Christus aus Liebe auf diese Welt gesandt wurde und Gott selbst die Liebe ist. Diese Liebe wirkt sich durch Gottes Geist auch in unserem Leben aus.

Einstieg:

Was ist Liebe?

Sammelt eure Antworten in einer Mindmap oder Wortwolke. Dafür kann man Slido gut nutzen.

  • Was stellt ihr euch unter Liebe vor?
  • Welche Bilder kommen euch in den Sinn?
  • Was ist das Gegenteil von Liebe?
  • Worin zeigt sich Liebe am meisten?

Erarbeitung und Anwendung:

Schritt 1: Bibeltext lesen (jeder allein/ in der Gruppe laut/ reihum)

Schritt 2: Auslegung

Wenn du schon einmal verliebt warst, kennst du das Gefühl, dass man alles versucht, um seinen Crush zu beeindrucken. Man riskiert etwas, um die Liebe des anderen zu gewinnen. Sogar Ablehnung. Auch Gott hat diese Liebe riskiert, indem er seinen Sohn auf diese Welt sandte. Es ist wichtig, Gottes Rolle zu verstehen: Er gibt Liebe. Er handelt. Gott ist nicht zurückhaltend, er geht nicht auf Distanz, sondern er kommt zu den Menschen in der Person Jesus Christus. Er tritt in Aktion.  Unsere Aufgabe ist es, zu antworten. 

Gott liebt dich! Er hat dich wunderbar gemacht. Du darfst zu ihm kommen, weil er dich schon längst geliebt hat. Er hat uns in der Person Jesu seine Liebe erwiesen, weil wir einen Retter brauchten. Wir waren tot durch unsere Schuld, durch Jesus dürfen wir in Ewigkeit leben. Alles, was wir im Glauben machen, ist eine Antwort auf Gottes Handeln – eine Reaktion. Die Reihenfolge muss stimmen! Wir können nichts tun, um uns die Liebe Gottes zu verdienen. Das dürfen wir tief verinnerlichen: Im Glauben geht es nicht um Leistung, nicht um Druck. Du darfst Gottes Liebe einfach annehmen. Gott hat eine Rettungsaktion gestartet und unsere Aufgabe ist es, zu reagieren. Deswegen spricht Jesus davon, dass sein Joch leicht ist (Mt. 11,28).

Gott schenkt nicht nur Liebe, sondern er ist auch die Liebe (V.8+16). Er ist die bedingungslose Liebe. Er liebt nicht nach menschlichen Anforderungen und Bedingungen – er ist die Liebe. Eine Liebe, die einfach da ist. Eine Liebe, die nicht auf Gefühlen basiert. Eine Liebe, die mich einfach liebt. Eine Liebe, die sich selbst aufopfert, sogar bis in den Tod (Joh. 15,13). Wenn wir lesen, wie Liebe beschrieben ist (1.Kor. 13,4-8), sehen wir darin Gottes Eigenschaften, weil er die Liebe ist. Eine krasse Eigenschaft der Liebe ist, dass sie niemals vergeht. Gott hat sich entschieden, seine niemals vergehende Liebe in uns wohnen zu lassen. Durch seinen Geist wohnt sie in uns. Wir erkennen, dass wir diese Liebe haben, weil sein Geist in uns wohnt.

Aktion Gottes: Er sendet seinen Sohn, um uns zu retten. Unsere Reaktion: Wir entscheiden uns, seine Rettung anzunehmen. Gottes Kreation: Wir werden neugeboren! Wir sind eine neue Schöpfung (2.Kor. 5,7). Er bewirkt etwas (V.17-18). Wir dürfen heute in derselben Gemeinschaft mit Gott leben wie Christus auf dieser Erde – was eine Zuversicht!

  1. Wir haben keinen Geist der Angst empfangen (1.Tim. 1,7). Wir dürfen voller Zuversicht zu Gott kommen und den Angriffen des Feindes keine Aufmerksamkeit schenken.
  2. Wir haben die Frucht des Geistes: Liebe ist ein Teil davon (Gal. 5). Wir können durch den Geist Gottes großzügig lieben. Er füllt uns und wir dürfen diese Liebe an andere weitertragen.

Gottes große Liebe lebt in uns durch seinen Geist

Wenn wir einander lieben, wird Gott in unserem Leben sichtbar (V.11-12). Gott vollendet seine Liebe durch und in unserem Leben. Ein großes Privileg! Wenn wir einander lieben, wird seine Liebe viel sichtbarer als durch jegliche Wunder, die wir uns erdenken können. Er vollendet seine Liebe in uns, wenn wir einander lieben. Das ist Gottes tiefster Wunsch (V.19-21). Seine Liebe will aus unserem Herzen fließen. Wir können Gott nicht lieben und andere hassen. Anderen absprechen, dass sie Gottes Liebe nicht verdient haben. Wenn du Gottes Liebe erfahren und verstanden hast, kannst du nicht anders als andere zu lieben. Warum zeigen wir diese Liebe dann so oft nicht?

  1. Wir vergessen, dass auch wir diese Liebe nicht verdient hatten.
  2. Weil wir die Liebe selbst noch nie erlebt haben.

Ergebnissicherung:

Persönliche Reflexion:

  • Hast du Jesu Liebe kennengelernt?
  • Worin besteht der Unterschied zwischen der Liebe Gottes und der Liebe eines Menschen?
  • Wo brauchst du vielleicht erstmal selbst neu die Liebe Jesu, bevor du sie weitergeben kannst?
  • Was hält dich meistens davon ab, konkret zu lieben – Angst, Bequemlichkeit, Unsicherheit, Verletzungen?
  • Empfindest du manchmal Angst? Wie kann dir dieser Text helfen, dich auf Gottes Liebe zu fokussieren?

Kleingruppe

  • Wo fällt es dir manchmal schwer zu glauben, dass Gott dich einfach liebt?
  • Wo steht ihr in der Gefahr in ein Leistungs- oder Druckdenken im Glauben abzurutschen?
  • Wie könnt ihr euch gegenseitig daran erinnern, dass Gott bedingungslos liebt?
  • Wie könnt ihr euch gegenseitig ermutigen, ein Leben der Liebe zu führen?
  • Was begeistert euch an Gottes Liebe?
  • Was könnt für euch als Gruppe ein konkreter Schritt sein, in der nächsten Woche Liebe zu üben?

Next Steps

1) Anderen Liebe erweisen: Im Laufe unseres Lebens begegnen uns immer wieder Menschen, bei denen es uns schwer fällt, ihnen Liebe zu erweisen. Vielleicht fällt dir eine Person ein, der du eher kritisch gegenüberstehst, die du eventuell sogar hasst. Bitte Gott, dass er dir eine Person zeigt, bei der du diese Gefühle/Gedanken hast. Bitte ihn, dass er deine Haltung verändert. Frag ihn, wie du der Person liebevoll begegnen kannst.

2) Von Jesus lieben lassen: “Christsein beginnt nicht damit, dass ich besser liebe, sondern damit, dass ich mich lieben lasse” – wie verändert das dein Leben? Was macht das mit deinem Leistungsdruck und Leistungsdenken? Wie kannst du dich der Liebe Gottes in der nächsten Woche aussetzen?