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Whom shall I fear?

Die Angst vor Ehelosigkeit

Alle um mich herum heiraten, aber was ist mit mir? Sieht Gott mich? Diese Andacht möchte uns ermutigen unser Vertrauen im Blick auf unseren Beziehungsstatus zu 100% auf unseren treuen Gott zu setzen.

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5. August
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8 min
Ehelosigkeit

Überblick

Die meisten Menschen wünschen sich einen Partner. Wenn dieser Wunsch nicht in Erfüllung geht, kann es zur Angst davor kommen allein zu bleiben. Doch vertrauen wir Gott, dass er uns auch in dieser Hinsicht sieht und beschenken wird?

Ziel

Die Jugendlichen werden motiviert sich beim Thema Beziehungen auf Gottes Plan zu verlassen und seinen Anweisungen zu folgen.

Einstieg

Die Bibel beginnt mit der Schöpfungsgeschichte im ersten Buch Mose. Bereits am Anfang, als Gott Adam, den ersten Menschen, geschaffen hat, sprach er in Kapitel 2:

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.

- 1. Mose 2,18

Gott schuf die Frau und das Prinzip der Ehe wurde eingesetzt.

Das Statement von Gott, dass es nicht gut ist allein zu sein, werden die meisten von uns gut nachvollziehen können. Das betrifft nicht nur uns Christen, sondern alle Menschen.

So kommt doch in fast jedem guten Roman oder Film auch eine Liebesgeschichte vor. Das fesselt uns Menschen - wir fiebern mit, wie zwei Menschen sich finden, sich annähern und idealerweise am Ende heiraten. Das wünschen wir uns für unser Leben auch.

Wir malen uns vielleicht aus, was für einen Partner wir eines Tages heiraten dürfen. Doch besonders, wenn man länger auf einen Wunsch warten muss, kann es passieren, dass sich eine unerfüllte Sehnsucht in die Angst entwickelt, genau das nicht zu bekommen. Doch Angst ist ein schlechter Ratgeber und besonders bei der Auswahl des Ehepartners sollte weise gehandelt werden.

Hauptteil

Wir wollen uns hierzu zwei Männer aus dem alten Testament anschauen, die man auf den ersten Blick nicht direkt miteinander vergleichen würde.

Josef (ab 1. Mose 37):

Josef war der Lieblingssohn seines Vaters und wurde von diesem reich beschenkt. Zudem hatte er Visionen, in denen er über seine Brüder gestellt wurde und dies teilte er seiner Familie mit. Seine Brüder wurden furchtbar eifersüchtig, verkauften ihn in die Sklaverei nach Ägypten und machten ihrem Vater glauben, dass er von wilden Tieren getötet wurde.
In Ägypten wurde er an Potifar verkauft und dort von Gott sehr gesegnet. Er wurde von Potifar über sein Haus gesetzt und es mangelte ihm körperlich und materialistisch wahrscheinlich an nichts. Allerdings war er sonst allein, getrennt von seiner Familie.

So kommt in Kapitel 39 die Versuchung auf ihn zu:

Die Frau des Potifar versuchte Josef zu verführen um mit ihm zu schlafen. Aber Josef blieb standhaft. Er blockte ihre Versuche ab und letzten Endes floh er sogar von ihr.

Und wie wurde er für sein ehrenhaftes Verhalten belohnt? Die Frau des Potifar behauptete, dass Josef sie verführen wollte und so landete er im Gefängnis.

Ein neuer Tiefpunkt. Aber Gott ist treu.

Im Gefängnis vertraute ihm der Gefängnisverwalter völlig und gab ihm die Aufsicht über die anderen Gefangenen und freie Hand.

Im Gefängnis deutete Josef durch Gott Träume. So kam es, dass er nach 2 Jahren die Träume des Pharaos deutete, ihn vor einer großen Hungersnot warnte und ihm die Lösung lieferte, wie er sein Volk retten konnte. Der Pharao war so begeistert, dass er Josef zum zweit höchsten Mann in Ägypten machte. In Kapitel 41 lesen wir:

Josef war dreißig Jahre alt, als er in den Dienst des Pharao, des Königs von Ägypten, trat (also 13 Jahre nachdem er in die Sklaverei verkauft wurde). Bald darauf verließ er den Königshof und bereiste das ganze Land. Die sieben Jahre des Überflusses brachten dem Land überreiche Ernten. Josef ließ während dieser Jahre alle Nahrungsmittel in die Städte bringen, das heißt den Ertrag der Felder, die in ihrem Umkreis lagen. Josef speicherte Getreide wie Sand am Meer. Die Menge überstieg jedes Maß, sodass man mit Zählen und Messen aufhörte. 50 Bevor die Hungerjahre herankamen, gebar Asenat, die Tochter des Priesters von Heliopolis, Josef zwei Söhne. Den Ältesten nannte Josef Manasse, Vergessen-Macher. „Denn Gott“, sagte er, „hat mich alle Not und den Verlust meines Vaterhauses vergessen lassen.“ Den zweiten nannte er Efraïm, Fruchtbar-Macher. „Denn Gott hat mich im Land meines Elends fruchtbar gemacht“, sagte er.

- 1.Mose 41,46-52

Über ein Jahrzehnt war Josef einsam, hatte so viel verloren, aber Gott hat ihn reich beschenkt und ihn seinen Verlust vergessen lassen, da er treu ist. Josef hat ihm vertraut. Am Ende ziehen in der Hungersnot noch seine Brüder nach Ägypten und werden durch ihn gerettet. Das ganze Haus Israel wird in Ägypten zu einem großen Volk.

Salomo (1.Könige 2)

Dem Gegenüber wollen wir uns Salomo anschauen, den Sohn Davids, den dritten König von Israel.
Obwohl er nicht der älteste Sohn war, wurde er zum König erwählt und David gab ihm den Schlüssel zum Erfolg mit auf den Weg:

Als es nun mit Davids Leben zu Ende ging, gab er seinem Sohn Salomo folgende Weisungen: „Ich gehe nun den Weg alles Irdischen. Sei stark und erweise dich als Mann! Halte dich an das, was Jahwe, dein Gott, von dir will. Geh auf seinen Wegen und beachte seine Ordnungen und Gebote, seine Anweisungen und Verordnungen wie sie im Gesetz Moses aufgeschrieben sind. Dann wirst du in allem Erfolg haben, was du auch planst und unternimmst. Dann wird auch Jahwe sein Versprechen halten, das er mir gegeben hat. Er sagte: 'Wenn deine Söhne auf ihren Weg achten und wahrhaftig mit ganzem Herzen und ganzer Seele vor mir leben, dann wird es dir nie an einem Nachkommen auf dem Thron Israels fehlen.

- 1.Könige 2, 1-4

Salomo erbat sich im Verlauf noch Weisheit von Gott. Als Belohnung, dass er sich nicht Reichtum und Co. gewünscht hatte, bekam er zur erbetenen Weisheit auch das noch hinzu. Das Königreich florierte und war auf dem geschichtlichen Höhepunkt. Er baute den Tempel Gottes und einen Königstempel und galt als der weiseste Mann der Welt.

Doch er strauchelte. Der Mann, der alles auf der Welt hatte, hatte ein Problem: Er liebte viele ausländische Frauen, auch von Völkern, von denen es den Israeliten verboten war sich mit ihnen einzulassen.

Salomo war am Anfang treu und Gott überhäufte ihn mit Weisheit, Reichtum und Erfolg. Doch obwohl er augenscheinlich so ein heftiger Typ war, versemmelte er es am Ende.

Salomo übertrat das Gesetz, indem er sich die falschen Frauen nahm und es trat genau die Konsequenz ein, die ihm angekündigt war: er wurde verführt anderen Göttern nachzugehen. Das führte dann auch zur Spaltung des Königreichs Israels und den ganzen Problemen in den Chroniken und den Königsbüchern.

Was können wir aus diesen beiden Geschichten für uns mitnehmen?

Josef:

Josef war in der Sklaverei gelandet, doch hielt er treu zu Gott und Gott zu ihm. Als die Versuchung ihn konfrontiert, will er es sich weder mit seinem Herrn verscherzen noch will er sich bei Gott versündigen. Er hat wahrscheinlich auch zurecht Angst davor und flieht letzten Endes vor der entsprechenden Situation.
Josef muss anschließend viel in Einsamkeit leben und ganze 13 Jahre ausharren, bis Gott ihn in die Position bringt, die ihn und seine Familie rettet, er heiratet und Kinder hat. Doch am Ende sagt er durch die Namen seiner Söhne, dass Gott ihn sein ganzes Leid vergessen ließ. Die Situation war jetzt so gut, dass er alles vorher vergessen kann. Gott handelt treu.

Salomo:

Salomo ist gut gestartet, hat von Gott in sein Königtum optimale Bedingungen bekommen und das Königreich Israel zu seiner größten Glanzzeit gebracht.

Doch am Ende läutet Salomo den Fall des Reiches damit ein, dass er sich eine Unzahl an Frauen nimmt, die aus Völkern stammen, mit denen er nichts zu tun haben soll. So verfällt er in Götzendienst. In Israel gab es wahrscheinlich viele Frauen, die gerne mit dem König verheiratet gewesen wären, aber er nahm sich das, was ihm verboten war. Salomo, der zuvor weiseste Mann der Welt, fällt an seiner Liebe zu den falschen Frauen.

 

Wir leben zum Glück nicht in Sklaverei oder sitzen im Gefängnis wie Josef. Doch vielleicht ist der ein oder andere von euch damit unglücklich keinen Partner zu haben und sehnt sich sehr danach, betet vielleicht schon lange dafür, doch es kommt irgendwie nichts.

Doch ich darf euch versichern: Gott ist treu, wie er damals treu zu Josef stand.

Er sagt selbst:

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.

- 1. Mose 2,18

Weil Gott treu ist und sein grundsätzlicher Wunsch besteht, dass wir eine Beziehung haben, die zur Ehe führt, Segen bringt und erst durch den Tod geschieden wird, gibt er uns auch Tipps für die Auswahl des richtigen Partners:

Die Anweisung bezüglich der verbotenen Frauen aus dem mosaischen Gesetz gilt für uns nicht mehr, aber wir können daraus Prinzipien ableiten. Die Israeliten sollten sich nicht mit gewissen Völkern mischen, damit sie nicht in Götzendienst gelangen und anfangen falschen Göttern nachzulaufen, sondern mit ganzem Herzen, dem einen wahren Gott anhängen. Das ist für uns genauso gültig. So schreibt Paulus auch im 1. Korinther 7,39, dass wir nur im Herrn heiraten sollen.

Bei der Auswahl des potenziellen Partners ist es also das Wichtigste, dass der oder diejenige das gleiche Fundament hat, also ebenfalls Christ ist. Sonst laufen wir große Gefahr, dass die Beziehung uns von Gott wegzieht. Gott will uns mit dieser Anweisung nichts vorenthalten, sondern er will uns zeigen, was gut für uns ist und uns schützen. 

Wenn wir mit einem nicht-Christen in einer Beziehung sind, wird er oder sie zum wichtigsten Menschen für uns. Erstens tut es weh, zu wissen das derjenige nicht errettet ist und zweitens hat derjenige einen unheimlich großen Einfluss auf uns. Wenn derjenige jeden Sonntagmorgen lieber schön frühstücken will, wird jeder Gang zum Gottesdienst eine Prüfung, nur als kleines Beispiel.

Aber jetzt denkst du vielleicht an Personen, die alleinstehend sind und nicht geheiratet haben. Auch die Bibel erwähnt, dass es für bestimmte Menschen besser ist, wenn sie alleine bleiben. Paulus nennt es eine Gnadengabe, die Gott schenkt, wenn man alleinstehend bleibt (vgl. 1Kor 7,7). 

Gott äußert seine Fürsorge und Treue also unabhängig von unserem Beziehungsstatus. Wir dürfen darauf vertrauen, dass er das Beste für uns im Sinn hat. Denn nur bei ihm, und nicht bei einem Partner, können wir wahre Erfüllung für unser Leben erhalten.

Ich möchte dich ermutigen daran zu glauben, dass Gottes Idee für dein Leben besser ist, als du dir dein Leben mit deinen Wünschen ausmalen kannst. 

Daher bleibt die Frage, die man sich stellen muss:

Vertraue ich dem Gott, der Josef durch schwerste Zeiten geführt und letzten Endes so beschenkt hat, dass er mich auch in diesem Lebensaspekt erhören wird und dass sein Wille das Bestmögliche ist?

Ergebnissicherung:

Vorschlag für Reflexionsfragen in Kleingruppen:

  1. Fällt es euch schwer (oder für die vergebenen fiel es euch schwer) Gott in dem Thema zu vertrauen?
  2. Was hilft euch dabei und was fordert euch heraus?
  3. Habt ihr jemanden, mit dem ihr über die Thematik offen reden könnt, der euch im Vertrauen auf Gott bestärken kann?
  4. Für eine Beziehung muss man auch bereit sein (und zwar beide). Wie kannst du dich jetzt schon konkret für die Ehe vorbereiten?
  5. Wie kann eine tiefe Gottesbeziehung mehr Ruhe, Zufriedenheit und Sicherheit im Leben schenken, unabhängig vom Beziehungsstatus?