Es kann nur einen geben!

Gottesfurcht ist die Grundlage für gerechtes Handeln und lässt mich ein Leben in Liebe führen!
Es kann nur einen geben!

Ziel

Gottesfurcht ist eine wichtige Eigenschaft in unserem Leben. Es trägt dazu bei, dass wir unseren Nächsten gerecht und liebevoll behandeln!

Einstieg

  • Lied oder Szene aus Titanic zeigen

  • Den Text als Anspiel vortragen

  • Den Text wie eine Geschichte vorlesen

Erarbeitung und Anwendung

1. Gottesfurcht

In dem ersten Teil des Kapitels (Verse 1-13) kommt das Volk zu Nehemia um sich zu beklagen. Nehemia hört die Anklagen vom Volk und sieht, wie sie sich untereinander schlecht behandeln. Der Bau der Mauer geht zwar voran aber es treten Probleme auf. Die einen müssen hungern. Andere haben was geliehen und müssen viele Zinsen dafür abgeben. Wieder andere haben auch was leihen müssen, weil sie einfach kein Geld hatten, und ihnen wurde ihr Hab und Gut weggenommen. Es wurden sogar ihre Söhne und Töchter versklavt, weil sie ihre Schulden nicht zurück zahlen konnten! Was ist das für ein krasser Zustand! Das schlimme an dieser Situation ist ja, das Problem kommt nicht von außen, sondern von Innen. Bruder gegen Bruder! Es ist natürlich okay sich etwas zu leihen. Aber die Menschen haben das verzinst!

Stell dir mal vor du gehst zu deinem Freund und willst ein bisschen Geld leihen. Er sagt: Klar, aber mit einem Zinssatz von 3%!

Dem Volk wurden eigentlich Gesetze gegeben, indem deutlich stand, dass sie sowas nicht verzinsen sollten. Das Volk handelte hier nicht nur ungerecht, sondern auch klar gegen Gott!

Die Leute kommen also zu Nehemia und beklagen sich. Und Nehemia? Nehemia wird aktiv! Er setzt sich für die Leute dort ein! Auch wenn er vielleicht gar nichts zu meckern hatte, hörte er zu und fing an zu handeln. Das Interessante ist, dass seine erste Reaktion Zorn ist. Er ärgert sich über diese Ungerechtigkeit! Er ärgert sich über das gottlose Handeln. Ihm geht diese Ungerechtigkeit nah und er möchte etwas dagegen unternehmen.

Nehemia versammelt alle Leute die dafür verantwortlich sind und fragt sie, warum sie nicht in Gottesfurcht leben. Warum sie nicht den ehren und lieben, der ihnen alles gegeben hat! Nehemia hinterfragt ihr handeln und möchte von ihnen quasi Rechenschaft haben. Er argumentiert genial und verweist zum Einen darauf, dass sie doch alle Brüder sind, und zum Anderen, dass sie gegen Gott und seine Gebote handeln.

Er spricht direkt das Grundproblem an. Nehemia ermahnt sie und zeigt ihre Fehler auf. Er macht ihnen klar, dass sie nicht in Gottesfurcht leben. Doch was ist Gottesfurcht? Gottesfurcht ist keine Furcht oder Angst wie wir sie kennen, wenn vor uns ein Löwe stehen würde. Gottesfurcht ist eine Ehrfurcht, wie man sie vor seinem Vater haben sollte. Ein gesunder Respekt. Man erkennt Gottes Heiligkeit und Größe an. Gottesfurcht entsteht dadurch, dass ich erkenne, dass Gott Liebe und Macht in einer Person ist! Die Erkenntnis darüber, dass Gott mich unendlich liebt und dass Gott allmächtig ist lässt mich in Gottesfurcht leben.

Zwei Dinge sind in diesem Abschnitt also zu erkennen:

  1. Nehemia ist die Ungerechtigkeit nicht egal! Er wird aktiv und handelt.

  2. Das Grundproblem der Ungerechtigkeit ist die Gottesfurcht.

Ich möchte dich fragen:

Wie gehst du mit Problemen, mit Ungerechtigkeit um? Wie weit würdest du für jemanden gehen der ungerecht behandelt wird?

Ich finde es sehr vorbildlich wie Nehemia sich hier verhält. Er wird zornig, denkt kurz nach und fängt dann an aktiv das Problem zu beheben!

Wir sollten nicht einfach zwischen grätschen. Dafür aber weise überlegen, wie ich in der schwierigen Situationen handle. Ich möchte dich ermutigen Gott zu vertrauen und nicht die Augen zu verschließen wenn du auf Ungerechtigkeit stößt.

2. Es kann nur einen geben

Nehemia hat das Grundproblem erkannt und redet da ganz offen mit den Leuten drüber! Wie einfach eigentlich! Er ermahnt sie und sagt ihnen, dass ihr handeln so nicht okay ist! Sie handeln nicht so, als würden sie Gott fürchten! Als würden sie Gott ehren! Sie stellen sich selbst und ihren Egoismus in den Mittelpunkt und nicht Gott!

Kennt ihr Titanic? Am Ende schwimmt da ja diese Frau (Rose) auf der Tür und der Typ (Jack) ist im Wasser. Leonardo Di Caprio hätte auch ego sein können, und sie runter stoßen, sodass er dann überlebt. Aber aus Liebe tut er das natürlich nicht und stirbt dann im kalten Wasser. Es kann nur einer auf dieser Tür hocken. Und es kann nur einer überleben. Entweder dein Ego, oder Gott, und das andere wird langsam ertrinken.

In dem letzten Abschnitt im 5 Kapitel (Verse 14-19) sagt Nehemia wie er selbst mit dem Thema Besitz und Reichtum umgeht. Und es wird ziemlich schnell klar, dass er nicht jemand ist, der nur redet und selbst nicht so handelt. Er veranstaltet ein echt krasses Festmahl für 150 Leute Tag-täglich!! Er nimmt keine Zinsen oder so, er versorgt sich selbst. Er ist einfach mal ein echt cooles Vorbild was Uneigennützigkeit angeht! Nehemia schaut nicht auf sich selbst. Er ist wie Jack! Jack schubst Rose nicht von der Tür um dann selbst zu überleben. Nehemias Ego ertrinkt und er setzt dafür seine Gottesfurcht auf die Tür!

Er liebt seinen nächsten Bedingungslos! Und wisst ihr wie er das schafft? In Vers 15 steht am Ende

Um der Furcht Gottes Willen!

Nehemia war ein Gottesfürchtiger Mann! Er lebte mit Gott in seinem Herzen.

In Matthäus 25,40 steht: Darauf wird der König erwidern: ‚Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner gering geachteten Geschwister getan habt, das habt ihr für mich getan.

Ich Handel oft so, dass ich Leute von der Tür schmeiße, damit mein Ego platz hat. Und in diesem Gleichnis was Jesus erzählt sagt der König: Was ihr einen von meinen Geschwistern getan habt, das habt ihr für mich getan.

Und dass ist die Gottesfurcht die mir fehlt. Den Blick zu haben, dass wenn ich was tue, ich es alleine für Gott tue! Nehemia möchte sich nicht den Lob von den Menschen erhaschen. Er sagt ganz am Ende: Gedenke mein GOTT, mir zum Guten an all das, was ich für dieses Volk getan habe!

Er schaut auf Gott und lebt in dieser Gottesfurcht. Er hat die richtige Perspektive!

Lasst uns für unsere Mitmenschen, und besonders für die aus unserer Gemeinde, uns einsetzten und ihnen immer mit bedingungsloser Liebe begegnen!

Ergebnissicherung

Viele Probleme entstehen durch mangelnde Gottesfurcht. Bitte Gott, dass er dir seine Liebe und Allmacht offenbart, damit du ein Gottesfürchtiger Mensch wirst. Du wirst immer mehr lernen deinen Blick und deinen Fokus auf Gott zu richten und ein selbstloses und gerechtes Leben zu führen.

  • Achte auf Ungerechtigkeit und greife ein

  • Lebe in Gottesfurcht und sei ein Vorbild